Medienlog 8. Februar 2017

Ich kann mich dunkel erinnern, dass Springer-Chef Döpfner vor ein paar Jahren laut verkündete, mehr Frauen in Führungpositionen bringen zu wollen. Aber vermutlich sieht man(n) von oben durch die gläserne Decke und ist zufrieden mit denen, die er weiter unten sieht: Frauen. Also bleiben die gestandenen Chefredakteurinnen Marion Horn und Tanit Koch dort, wo sie sind, und der Mann von bild.de wird Herrscher über die rote Gruppe.  Jochen Wegner, jonet-Gründer und Chef von Zeit online, will das Land journalistisch neu vermessen mit #D17.  Und dann bleibt noch die Frage, wie man und frau journalistisch mit dem Mann im Weißen Haus umgehen. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im  #Medienlog von #jonet „Medienlog 8. Februar 2017“ weiterlesen

Medienlog 6.-7. Februar 2017

Margarete Stokowski sinniert über das verwirrte Bild, das viele Menschen von Journalisten und Medien haben.  Eine Fußballzeitung in Rumänien recherchiert Geschichten, die so gar nichts mit Fußball zu tun haben, und hält so die Fahne des investigativen Journalismus hoch.  Die Aktivisten von Hooligans gegen Satzbau schaffen ein bisschen Zusatzverwirrung in diesen verwirrten Zeiten.

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Medienlog 2. und 3. Februar 2017

„Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“ So steht es im Grundgesetz (Art. 5 Abs. 1 S. 2 Var. 1).  Das aber scheint einen bayerischen Fußball-Zweitligisten nicht zu interessieren, er will bestimmte Journalisten bei 1860-Spielen nicht mehr dabeihaben. Auch die französische Front National will möglicherweise unpassender Berichterstattung vorbeugen und schmeißt Journalisten raus. Und ein Daimler-Sprecher spricht gar vom Verfall der Sitten – bei den Journalisten (nicht bei den Autobauern).  Wie gut, dass es auch Lob für investigativen Journalismus gibt, z.B. für die Panama Papers.  Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #Medienlog von #jonet.

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Medienlog 31. Januar – 1. Februar 2017

Keine Diskriminierung feststellbar, hat das Gericht einer ZDF-Reporterin beschieden, die auf Lohngerechtigkeit geklagt hatte. Keine Bilder und Berichte von Terroranschlägen und anderen unangenehmen Themen, fordert die türkische Regierung von den Medien. Kein Bericht vom AfD-Parteitag, beschloss die Morgenpost Sachsen und ließ demonstrativ weißen Raumim Blatt.

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Medienlog 27. Januar 2017

Medien sind Opposition und sollen gefälligst den Mund halten. Diese Worte fielen nicht in irgendeinem obskuren Diktatorenstaat. Trumps Chefberater Stephen Bannon, selbst ehemaliger Journalist und Ex-Chef von Breitbart, sagte das in einem Interview der New York Times.

In der Türkei werden Journalisten schon länger als gefährliche Opposition gesehen. Entsprechend stuft die Regierung das neugegründete Exilmedium Özgürüz offenbar als Bedrohung ein. Jedenfalls sperrten die türkischen Behörden die Seite, noch ehe der erste Beitrag veröffentlicht war.

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Medienlog 26. Januar 2017

Während der Stern sich für seinen Gabriel-Scoop feiern lässt, muss BILD sich dafür entschuldigen, dass die Geschichte zur SPD-Kanzlerkandidatur sich als falsch erausgestellt hat. Fehler müssen auch Correctiv und Plusminus in ihren Beiträge zur Krankenhaushygiene einräumen. Es ist also tatsächlich nicht immer alles richtig, was Medien veröffentlichen. Und in jüngerer Zeit entsteht oft der Eindruck, als verliefe das Vertrauen in die Medien in absteigender Kurve.

Eine aktuelle Studie zeigt es differenzierter: Danach gibt es zwei auseinanderlaufende Entwicklungen. Auf der einen Seite wächst das Misstrauen, auf der anderen Seite steigt die Zahl derer, die den Medien grundsätzlich vertraut.

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Medienlog 23. – 25. Januar 2017

Wer hätte gedacht, dass Markworts Spruch „Fakten, Fakten, Fakten“ nochmal so aktuell wird … Alternative Fakten, Fake-News und der journalistische Kampf dagegen werden sicher noch lange unsere Aufgabe sein. Vor allem im kommenden bundesdeutschen Wahlkampf. Pressefreiheit hier und woanders ist ein weiteres Thema. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert, im #medienlog von #jonet.

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Medienlog 18. und 19. Januar 2016

Alle politischen Verwerfungen tragen vielleicht das Gute in sich, den Journalismus zu stärken und wieder auf seienen Kern zurückzuführen. Die unterkühlten Beziehungen zu Trump haben der amerikanische Presse jedenfalls deutlich gemacht, „wer wir sind und wozu wir da sind“. Dafür sind die Kolleginnen und Kollegen “ in höchstem Maße dankbar“, lässt das US Press Corps den Fast-schon-Präsidenten in einem offenen Brief wissen, der durchaus als Kampfansage aufzufassen ist.

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Medienlog 11. und 12. Januar 2017

War es richtig, das Trump-Dossier mit nicht belegten Informationen zu veröffentlichen? Dazu startete in den USA eine medienethische und politische Debatte. Klar ist jedenfalls: Der Mann , dessen Wahlkampf unter anderem durch die Verbreitung von Fake News geprägt war, mag es nicht, wenn Unverifiziertes über ihn veröffentlich wird. Auch sonst ließ er die Journalisten auf seiner Pressekonferenz spüren, was er von den etablierten Medien hält – unter anderem, indem er mit spitzem Finger bestimmte, wer eine Frage stellen darf und wer ganz bestimmt nicht. Die Branche kann sich auf eine harte Zeit einstellen. Zugleich zeigen Personalwechsel, wie US-Medien sich für die Ära Trump vorbereiten.

Was es noch gab, wie immer neu oder aktualisiert beim jonet-Medienlog.

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Medienlog 7. bis 10. Januar 2017

mimimi … Alle können falsche Nachrichten posten. Und dann werden dann auch noch gelesen. Und geglaubt. Ist das nicht immer schon so gewesen? Dass die einen versuchen, die anderen zu manipulieren. Das wird sich nicht ändern, nicht mit und nicht ohne Internet. Was tun? Nach „cui bono“ fragen. Wem nützt es? Sich selbst fragen. Will ich es glauben, weil es mir in den Kram passt – oder will ich lieber selbst nachdenken und meine eigenen Schlüsse ziehen? Bildung kann dabei helfen. Und Perspektivwechsel. Erst mal drüber schlafen, bevor man den Post rausschießt. Vor dem Schreiben mal durchatmen. Andere Quellen befragen. Falsche Nachrichten als Lügen bezeichnen, nicht als Postfakten. Und Lügnern immer wieder Fakten präsentieren. Ich hoffe auf Project R.

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Medienlog 5. und 6. Januar 2017

Frauen kommen vom Mars, Männer von der Venus. Oder doch andersrum? Die Washington Post hat das Frauen- und Männersymbol auf ihrem Cover verwechselt. Aber vielleicht war die Zeitung schon längst auf Unisex gepolt. Das war der amüsante Teil des Medienlogs. Ich habe lange überlegt, ob ich die Meldung, dass Kai Diekmann eine Mitarbeiterin sexuell belästigt haben soll, ins Medienlog nehme oder nicht. Ich habe mich dafür entschieden, zu Meedia zu verlinken, weil es der einzige Artikel ist, der auf den Spiegel-Scoop und die damit verbundene medienethische Verantwortung aufmerksam macht*. Das alles und noch viel mehr, neu oder aktualisiert, im #jonet-#medienlog.

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Medienlog 4. Januar 2017

Wenn eine Fernsehmoderatorin den Job wechselt, weckt das üblicherweise nicht allzu viel Aufmerksamkeit. In diesem Fall ist das anders: Megyn Kelly, die sich beim konservativen Sender Fox mit Trump angelegt hatte, wechselt zum liberalen Sender NBC.  Sie ist allerdings nicht die einzige, die sich mit einem Stellenwechsel für die Trump-Präsidentschaft bereit macht, wie einer Aufstellung des Columbia Journalism Review zeigt. Und die Washington Post setzt auf eine einfache Lösung, um den Journalismus für die kommende Ära besser zu machen.

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Medienlog 1. – 3. Januar 2017

70 Jahre wird das Wochenmagazin „Der Spiegel“ morgen. Und was ist aus ihm geworden? Darüber streiten sich Medienmacherinnen, Zeitungsleser und alle, die im Medienzirkus mitreden wollen. Wenn Medien und Politiker gemeinsame Sache wollen, fällt meistens mindestens einer auf die Nase. So wie die Washington Post, die einem anonymen Regierungsmitarbeiter glaubte, dass „die Russen“ ein amerikanisches Stromnetz gehackt haben. Nichts als mediale Energieschwendung. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog von #jonet. „Medienlog 1. – 3. Januar 2017“ weiterlesen

Medienlog 29. und 30. Dezember 2016

Erinnert Ihr Euch noch an die ersten Medienlogs 2016? Da ging es um die Berichterstattung zu den sexuellen Übergriffen in Köln, um das neue Mediengesetz in Polen, um verbale Angriffe in den sozialen Medien, um die Glaubwürdigkeit des Journalismus. Das letzte Medienlog des Jahres 2016 beschäftigt sich u.a. mit der Verhaftung des türkischen Journalisten Ahmet Sik, mit der (vorläufigen) Freilassung der türkischen Journalistin Asli Erdogan, mit Fake-News, Respekträumen und Medienkompetenzen. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert.

Die Medienloggerinnen wünschen Euch einen guten Rutsch in ein hoffentlich gutes Jahr.

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