Medienlog 22. bis 30.8.2017

So so, das Innenministerium räumt Fehler ein, nachdem es bis vor Kurzem immer hieß, alles sei rechtens gewesen mit den entzogenen Akkreditierungen bei  G20. Seit Februar ist der deutsche Journalist Deniz Yücel in türkischer Haft, seit April die deutsche Journalistin Mesale Tolu. Vom Außenministerium hört man schon länger nichts mehr dazu. In dreieinhalb Wochen wird gewählt, schon jetzt wird sich duelliert, TV-Moderatoren sind mittenmang dabei. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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Medienlog 18. bis 21. August 2017

Je mehr Details zu den entzogenen G20-Akkreditierungen bekannt werden, desto merkwürdiger wird es – und peinlicher für BKA und Bundespresseamt. Längst haben nicht alle Betroffenen eine Begründung gehört. Aber da, wo diese vorliegen, waren die Grundlage für die Entscheidungen mehr als fragwürdig: verwechselte Namen und fehlerhafte Einträge in Datenbanken, darunter falsche Anschuldigungen und irgendwelche Kleinigkeiten, die nie zu einem Eintrag hätten führen dürfen oder längst hätten gelöscht werden müssen.

Das und mehr heute im jonet-Medienlog.

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Medienlog 16. bis 17. August 2017

Das Medienlog treibt sich heute mal auf der Metaebene herum. Die Washington Post hat die Geschichte von Charlottsville mal mit anderem Blickwinkel erzählt – so wie westliche Medien darüber schreiben würden, wenn es ein anderes Land wäre, zum Beispiel in Afrika.

Rainer Stadler philosophiert in der NZZ, ob es eigentlich noch zeitgemäß sei, Autorennamen zu nennen. Schließlich werden Texte in den meisten Redaktionen schnell zu „Inhalten“, die für verschiedene Vertriebswege passend gemacht werden.

Spiegel Online hat eine Transparenzecke eingerichtet. Mit Mit der fehlenden Vielfalt in Redaktionen befassen sich Spiegel Online und Columbia Journalism Review.

Weitere Fundstücke von der Metaebene und aus den Ebenen des Journalismus wie immer neu oder aktualisiert im Medienlog.

 

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Medienlog 12. bis 15. August 2017

Normalerweise sind Geburtstag von Medienleuten hier kein Thema. Wenn aber die Grande Dame der deutschen Medien 75 wird, darf man schon mal nach der Zukunft des Springer-Verlags fragen. Fragen, die Männern im Interview nie gestellt werden, sind heute gleich zwei Mal vertreten. Für wen ist es ein guter Deal, wenn Zuschauermeinungen gekauft werden? Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #Medienlog.

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Medienlog 9. – 11. August 2017

Öffentlich-rechtliches Fernsehen ohne Mehmet Scholl, aber mit Olympischen Spielen. Leo Fischer twittert sich bei der Zeit ins Aus, Zeit online verbreitet einen fragwürdigen Post. Deutsche Journalisten klagen gegen den Entzug ihrer Akkreditierung bei G20, in der Türkei sind gegen 35 Journalisten Haftbefehle erlassen worden. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog

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Medienlog 7. bis 8. August 2017

Seit 100 Tagen ist die deutsche Journalistin Mesale Tolu in türkischer Haft. Genau wie Deniz Yücel braucht sie Unterstützung und viel Aufmerksamkeit.  Journalismus ist kein Verbrechen!

Vier Wochen sind ins Land gegangen, seit 32 Journalisten beim G20-Gipel kurzfristig die bereits genehmigten Akkreditierung entzogen wurde. Die Betroffenen warten bis heute auf Antworten. Einige wollen nun klagen.

Was es sonst gab, wie immer neu oder aktualisiert im jonet-Medienlog.

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Medienlog 5. bis 7.8. 2017

Wer in den Spiegel schaut, sieht nur sich selbst. Wenn man(n) also guckt, nimmt er keine Journalistinnen wahr. Der Spiegel schafft es auch im Jahr 2017, ein journalistisches Investigativteam nur mit Männern aufzubauen. Ach Jungs … Guckt doch mal in die Nachrichtenredaktionen: Sie werden immer häufiger von Frauen moderiert. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog

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Medienlog 2. bis 4. August 2017

Gilt das Urheberrecht auch für Affen? Die Frage hat nichts mit dem dritten Teil von „Planet der Affen“ zu tun, sondern wird gerade juristisch geklärt. Die Tierschutzorganisation Peta hat einen britischen Fotografen verklagt, mit dessen Kamera ein Makake ein Selfie gemacht hat. Weiter Themen sind Kriegsjournalismus, Hass-Sultans und Werbetreibende als Schuldige für Fakenews. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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Medienlog 27. Juli bis 1. August 2017

Schreiben Journalistinnen und Journalisten der (vermuteten) Volksmeinung zu sehr nach dem Maul? Letztens hieß es, Medien hätten die Flüchtlingskrise zu Beginn zu positiv dargestellt. Heute kommt eine Studie auf den Tisch, dass Medien jetzt ein negativ verzerrtes Bild von Geflüchteten zeichnen.

Was es noch gab, wie immer neu oder aktualisiert im Medienlog.

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Medienlog 20. bis 25. Juli 2017

Journalismus ist auch vielerorts unter Druck. Aber die Türkei ist gerade das größte Gefängnis für Journalismus. Gestern, ausgerechnet am türkischen Tag der Pressefreiheit, begann in Istanbul der Prozess gegen Kolleginnen und Kollegen von Cumhuriyet.  Seit neun Monaten sitzen sie in Untersuchungshaft, angeklagt wegen der Unterstützung terroristischer Organisationen. Dabei haben sie einfach ihre Arbeit gemacht.

Journalismus ist kein Verbrechen!

Das und mehr heute neu oder aktualisiert im Medienlog.

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Medienlog 17. bis 19. Juli

Aus der Rubrik „für die Zukunft des Journalismus“: eine neue Infrastruktur in der Schweiz, mit der Watson-Gründer Hansi Voigt Onlinejournalisten unterstützen will; und französiche Onlinejournalisten, die ihr Wissen kostenlos an Menschen aus den Banlieues weitergeben.

Aus der Rubrik „Ist das noch Journalismus?“: Onlineumfragen, mit denen  Redaktionen Leser auf ihren Seiten halten – die aber einfach zu manipulieren sind; ungeprüft übernommene Pressemitteilungen, deren Infos auch noch aufgepustet werden, wie in Schorndorf geschehen; die US-Seite Axios, die auf  „kluge Kürze“ setzt und dafür bewusst auf Einordnung und Hintergrund verzichtet.

Das und mehr heute im Medienlog.

 

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Medienlog 11. bis 12. Juli 2017

In Deutschland wird G20 aufgearbeitet. Zunehmend geht es nicht nur um Randale, Polizeitaktik und politische Veranwortung, sondern auch um Verantwortung der Medien (Stichwort „BILD fahndet…“). Und das Thema Pressefreiheit wird dringlicher. Dass 32 Journalisten die G20-Akkreditierung nachträglich entzogen wurde, bringt die Journalistenverbände in Wallung. Dass die Namenslisten von Polizisten so nachlässig benutzt wurden, dass man sie problemlos einsehen und  abfilmen konnte, macht den Datenschützern einen dicken Hals. Und nun noch die wachsende Verwirrung darüber, woher eigentlich die Informationen zu den angeblichen Sicherheitsbedenken kamen.

In den USA hat Trump Jr. mal eben einer guten Gepflogenheit schweren Schaden zugefügt: nämlich der, dass Journalisten bei denjenigen, über die sie berichten, eine Chance zur Stellungnahme geben. Sobald der Präsidentensohn erfuhr, dass die New York Times kurz davor stand, eine Geschichte zu seinen Russlandkontakten zu veröffentlichen, verzichtete er auf das erbetene Statement und veröffentlichte seine Mails statt dessen selbst.

Das und mehr heute neu oder aktualisiert im Medienlog.

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Medienlog 4. bis 5. Juli 2017

Worauf Medien ihren Fokus legen, fragt das Medienlog heute an mehreren Stellen.  Fixiert sich die Berichterstattung so sehr auf gewalttätige Proteste, dass die Anliegen friedlicher Demonstranten zu kurz kommen? Was verpassen wir, wenn wir uns vorwiegend um Trumps Tweets konzentrieren?  Und dann ist da noch das Spiel, das  Jugendliche angeblich in den Selbstmord treiben will. Aber gibt es den Blue Whale Challenge überhaupt oder besteht die Hauptgefahr in der hysterischen Berichterstattung?

Das und mehr heute im jonet-Medienlog.

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Medienlog 3. Juli 2017

Fast zwei Wochen ohne: Ich hoffe, Ihr habt das Medienlog schmerzlich vermisst. Die eine Bloggerin war im Urlaub, die andere anderweitig unterwegs. Unter anderem bei der Redaktionskonferenz #LJ17. Thema war der Lokaljournalismus in all seinen Facetten und Medien. Sehr spannend, sehr inspirierend. Um Lokaljournalismus (und seinen Einfluss auf Wahlen) geht es auch in den Vereinigten Staaten. Deren Präsident brüstet sich nicht nur mit peinlichen Videos, sondern ätzt weiterhin gegen Medien und Journalist_innen. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im -Medienlog von jonet. Ab jetzt wieder häufiger.

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Medienlog 12. bis 19. Juni 2017

Die Diskussion geht weiter: Warum nicht ARTE, aber die Bild die umstrittene Antisemitismus-Doku ausgestrahlt hat, und warum der WDR jetzt nachzieht. Der Kampf um die Pressefreiheit wird wahrscheinlich nie zu Ende gehen, sollte aber lauter werden. Die taz entschuldigt sich für ein misslungenes Titelbild, und im Raum steht die Frage, ob die Medien an ihrer Arroganz sterben. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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Medienlog 6. bis 11. Juni 2017

Die volle Packung Medien: Er stehe nicht für Fake News und diffamierte zwischen den Zeilen die Freitag-Autorin Petra Reski. Sie geht jetzt vor Gericht. Um Fakenews zu erkennen, braucht es nicht nur kluge Journalist_innen, sondern auch Medienkompetenz bei den Lehrkräften. Noch nicht zu Ende ist die Diskussion über den Arte-Film, der sich mit dem Thema Antisemitismus beschäftigt. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog

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