Medienlog 21. bis 24. Mai 2018

Für die „neue strategische Allianz“ zwischen Madsack und DuMont haben die Pressestellen viele schöne Worte gefunden. Unter dem Strich läuft es nur wieder auf einen Verlust an Medienvielt hinaus. 50 Zeitungen deutschlandweit mit nahezu identischen Mantelinhalten können unter publizistischen Gesichtspunkten nicht als Gewinn gesehen werden.

Was ebenfalls verloren geht, sind Arbeitsplätze: Während die Redakteurinnen und Redakteure vom Redaktionsnetzwerk Deutschland für die Redaktion der neuen gemeinsamen Tochtergesellschaft von Madsack und DuMont gesetzt sind, verlieren die 17 DuMont-Kolleginnen und -Kollegen ihren Arbeitsplatz und dürfen sich großzügigerweise – zusammen mir jedem sonst, der Lust hat, – auf 10 neue Stellen bei RND bewerben.

Was die Entscheidung für den Anspruch der DuMont Mediengruppe bedeutet, hat Uwe Vorkötter bei Horizont herausgemeißelt.

Das und mehr gibt es heute neu oder aktualisiert im Medienlog.

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16. bis 20. Mai 2018

Sie sind gut gebildet, kommunikativ und trotzdem arbeitslos: Um Journalist*innen ohne Job zu unterstützen, verlängert Österreich  das Projekt Ajour. Frauen (endlich) an die Macht: Fox News und Süddeutsche Zeitung lassen Frauen führen. Eine gute Nachricht über Fake News: Seit über sie geredet wird, vertrauen die Nutzer*innen wieder mehr den klassischen Medien Radio, TV und Print. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog. Schöne Pfingsten Euch allen!

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Medienlog 14. und 15. Mai 2018

Die Fußball-WM beschäftigt gerade viele Medienseiten, vor allem wegen Hajo Seppelt. Erst erteilte Russland dem ARD-Dopingexpteren Einreiseverbot. Nun wurde es aufgehoben, aber Russlands Justiz kündigt an, Seppelt vernehmen zu wollen.

Der Faktenfinder der Tagesschau hat sich angeschaut, wie russische Staatsmedien seit Jahren versuchen, seppelts Glaubwürdigkeit zu zerstören. Und das Medienmagazin beim Deutschlandfunk wirft die Frage auf, wie frei Journalistinnen und Journalisten während der WM aus Russland berichten können.

Das und mehr neue oder aktualisiert im jonet-Medienlog.

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Medienlog 10. bis 13. Mai 2018

Sexuelle Belästigung: Geht die Aufklärung schleppend voran, weil so viel aufzuklären ist oder weil nicht so viel aufgeklärt werden soll? Könnte er noch mehr aufklären und darf deswegen nicht einreisen? Kein Visum nach Russland für Hajo Seppelt, Doping-Experte im Sportjournalismus. Bei 650.000 Verdächtigen wird die Aufklärung vermutlich schwierig. Und dann mauern auch noch die Behörden in Montenegro. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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Medienlog 7. bis 9. Mai 2018

AfD schauen statt ARD: Alice Weidel träumt davon, dass die Partei dank ihres Newsrooms künftig ganz auf die Medien als Mittler verzichten kann.

Dann wären auch Pressekonferenzen überflüssig und solche Situationen vermeidbar, wie jetzt im Brandenburger Landtag, wo die AfD-Fraktion einem BILD-Reporter bei einer PK das Fragerecht entzog, und plötzlich vor leeren Reihen dasaß. Die Journalisten hatten aus Protest den Raum verlassen.

Vor ziemlich vollen Reihen fand gestern der öffentliche Teil der WDR-Rundfunkratssitzung statt – weil sich Medienvertreter neue Infos erhofften.

Das und mehr heute neu oder aktualisiert im Medienlog.

 

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Medienlog 3. und 4. Mai 2018

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk bedeutet ab Sommer, dass öffentliche Stellen wie das Einwohnermeldeamt von Rechts wegen ihre Bestandsdaten an die GEZ den Beitragsservice schicken darf.  Der SWR sieht kein weiteres Einsparpotenzial, der WDR muss sich weiterhin mit den Vorwürfen wegen sexueller Belästigung beschäftigen, und der ZDF-Intendant ist sich sicher, dass die Mehrheit für die ÖR stimmen würde. Würde man sie fragen. Das und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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Medienlog 30. April bis 2. Mai 2018

Die Sendung @mediasres beim Deutschlandfunk beschäftigt sich mit dem Radio als Beeinflussungs- und Propagandamedium – von der Meinungsschlacht im Nachkriegseuropa bis zu Chinas aktuellen globalen Radioplänen.

Auch die Deutsche Welle ist ein Kind der Nachkriegszeit. In 30 Sprache sendete der Auslandssender die Stimme Deutschlands in die Welt. Sendestart für die DW war vor 65 Jahren, am 3. Mai 1953.

In der Süddeutschen Zeitung beschäftigt sich ein Gastbeitrag mit der Frage, welchen (öffentlich-rechtlichen) Rundfunk wir in Zukunft wollen.  Klar ist: Es reicht nicht mehr, dass Medienpolitikerinnen und Medienpolitiker die Änderungen am jeweiligen Rundfunkstaatsvertrag im kleinen Kreis aushandeln. Und es reicht auch nicht mehr die Verbände der Wettbewerber wie Zeitungsverleger (BDZV) und Privatsender (VPRT) oder andere Interessenverbände zufriedenzustellen. Das Thema muss künftig gesellschaftlich verhandelt werden.

Das und mehr heute nue oder aktualisiert im Medienlog.

 

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Medienlog 26. bis 29. April 2018

Seit 1994 gibt es den Welttag der Pressefreiheit. In Paris gibt es ein Haus für verfolgte Exiljournalist*innen. Für Mesale Tolu keine Option, sie wurde zwar freigelassen, darf aber die Türkei nicht verlassen. Ein Sonderpreis für einen ermordeten Journalisten? Ja. Aber … viel wichtiger wäre es doch, dafür zu sorgen, dass Journalistinnen und Journalisten  ohne Lebensgefahr recherchieren, schreiben, veröffentlichen können. Das alles und noch viel mehr – wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog

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Medienlog 23. bis 25. April 2018

Die neue Liste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen zeigt: Die Situation hat sich in vielen Ländern Europas deutlich verschlechtert.

Aber das Beispiel Polen zeigt, dass es einen Bedarf für regierungskritische Berichterstattung gibt. Wie die seit dem Antritt der rechtskonservativen Populisten Mangelware ist, stoßen neue Journalismus-Startups in die Lücke .

Was vielen Staaten gut zu Gesicht stünde, wäre ein besserer Schutz von Whistleblowern. Dafür hat die EU nun einen Entwurf vorgelegt. Allerdings bleibt der hinter den Erwartungen des Whistleblower-Netzwerks zurück, das sich schon länger für eben diesen besseren Schutz einsetzt.

Das und mehr heute neu oder aktualisiert im Medienlog.

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