Medienlog 1. bis 5. Oktober 2018

Journalismus soll wahrheitsgetreu sein, so objektiv und neutral wie möglich. Journalistinnen und Journalisten sind mehr, sind geprägt von Familie, Freunden und Gesellschaft, haben eine Haltung und eine Meinung. Laura Meschede beschreibt, warum sie einen Journalistenpreis abgelehnt hat, Maxi Leinkauf und Lutz Herden diskutieren über ihre ostdeutsche Herkunft und fragen sich, ob das – journalistisch – etwas mit ihnen gemacht hat. Rund um den Einheitstag wurden in einigen Medien journalistische Unterschiede zwischen BRD und DDR thematisiert. Das und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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Medienlog 10. und 11. August 2018

„Darf man das menschenverachtend nennen? Darf man das noch Journalismus nennen?“ fragt@nicolediekmann, ZDF-Reporterin, nachdem die Bild freudig erregt zu sein schien,  dass Assma Assad, die Frau des syrischen Diktators, an Brustkrebs erkrankt ist. Während die Zeitung von Gottesstrafe faselt, beschäftigt sich jetzt der Presserat mit der Berichterstattung.

Auch wenn ich manche Zeitungen für komplett überflüssig halte, freue ich mich über das Ergebnis einer Studie, die Printmedien eine Zukunft voraussagt.

Die Deutsche Welle schränkt ihr Kommentarfunktion bei Meinungsstücken ein, weil das Niveau der Drohungen und Beleidigungen unerträglich geworden seien.

Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

Übrigens: Nur zwei Antworten auf Diekmanns Frage sind richtig. Ja, das ist menschenverachtend. Nein, das ist kein Journalismus mehr.

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Medienlog 4. bis 8. August 2018

Wenn Spiegel online mit der Meldung „Mit Lippenstift zur jüngsten Milliardärin der Welt“ aufmacht, kann das ein Zeichen fürs Sommerloch sein oder für den journalistischen Untergang des Hamburger Magazins. Stabil halten sich die Straßenzeitungen in Deutschland, auch wenn für die Digitalisierung sie ziemlich herausfordert . Weniger anspruchsvoll sind inzwischen die Sommerinterviews mit Politiker*innen  – wenig Inhaltliches, stattdessen viel Blabla und heiße Luft. Und das ist nicht nur eine Frage des Wetters. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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Medienlog 2. und 3. August 2018

Wo gibt es denn sowas? Journalist*innen sollen bezahlen, wenn sie berichten wollen. Das gab es noch nie: dass ein schwarzer Fotograf (und schon gar nicht eine schwarze Fotografin) das Titelbild für die Vogue fotografiert hat. Das gibt es wohl auch nicht oder vielleicht auch doch:  eine  Doku über schwarze Menschen in Wien und ihre Erfahrungen mit Rassismus. Das alles und noch viel mehr, gibt es wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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Medienlog 19. bis 21. Juli 2018

„Would“ oder „would not“: Egal, was Herr Trump sagt, die Medien sind schuld, wenn er es anders meint. Retten oder lassen. Der Zeit-Artikel spaltet nicht nur Facebooker und Twitterer, sondern auch die Medien selbst. News oder Smartphone. Geht beides für Jugendliche. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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Medienlog 6. bis 8. Juli 2018

Schon wieder sind in der Türkei Journalisten zu  mehreren Jahren Gefängnis verurteilt worden. Knapp 62 Prozent der deutschen Tageszeitungen werden von nur zehn Verlagsgruppen herausgegeben. Lokaljournalismus sollte mehr  als Lobhudelei des Bürgermeisters. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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Medienlog 19. – 22. Juni 2018

Die einen sind die Lobbyisten, die anderen die Influencer  – Politiker*innen beeinflussen wollen beide und haben dabei auch Erfolg mit ihrem Storytelling. Auch Journalist*innen erzählen Geschichten. Dabei sollten sie aber nicht in Schubladen denken und durch bestimmte Themen- und Wortwahl die öffentliche Meinung einseitig beeinflussen.  Schluss mit dem Gerede ist jetzt bei Viva, das Musikfernsehen ist Vergangenheit. Eine große Klappe haben auch die selbsternannten Sportkommentaren vom digitalen Stammtisch: Sie sind abwertend, sexistisch, unterirdisch, wenn eine Frau ein Fußballspiel kommentiert. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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Medienlog vom 8. Juni 2018

Der Morgen danach: Seit 20 Jahren schreibe Le Matin rote Zahlen;  jetzt  wird die Printausgabe der Schweizer Tageszeitung eingestellt. Abschreckung oder Vorbild für deutsche Zeitungsverlage? Stärken Zeitungen auch dann die Demokratie, wenn sie nur online sind? Oder wenn sie gegen den Pressekodex verstoßen? Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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Medienlog vom 1. Juni 2018

Vorgetäuschter Journalistenmord: Was ist denn das für eine Nummer? Sexuelle Belästigung: Verantwortung übernehmen ist gut. Noch besser, wenn man(n) dafür sorgt, dass so etwas nicht wieder passieren kann. Journalist*innen und AfD: Gibt es ein Glaubwürdigkeitsproblem oder nicht? Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog

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16. bis 20. Mai 2018

Sie sind gut gebildet, kommunikativ und trotzdem arbeitslos: Um Journalist*innen ohne Job zu unterstützen, verlängert Österreich  das Projekt Ajour. Frauen (endlich) an die Macht: Fox News und Süddeutsche Zeitung lassen Frauen führen. Eine gute Nachricht über Fake News: Seit über sie geredet wird, vertrauen die Nutzer*innen wieder mehr den klassischen Medien Radio, TV und Print. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog. Schöne Pfingsten Euch allen!

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Medienlog 10. bis 13. Mai 2018

Sexuelle Belästigung: Geht die Aufklärung schleppend voran, weil so viel aufzuklären ist oder weil nicht so viel aufgeklärt werden soll? Könnte er noch mehr aufklären und darf deswegen nicht einreisen? Kein Visum nach Russland für Hajo Seppelt, Doping-Experte im Sportjournalismus. Bei 650.000 Verdächtigen wird die Aufklärung vermutlich schwierig. Und dann mauern auch noch die Behörden in Montenegro. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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Medienlog 3. und 4. Mai 2018

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk bedeutet ab Sommer, dass öffentliche Stellen wie das Einwohnermeldeamt von Rechts wegen ihre Bestandsdaten an die GEZ den Beitragsservice schicken darf.  Der SWR sieht kein weiteres Einsparpotenzial, der WDR muss sich weiterhin mit den Vorwürfen wegen sexueller Belästigung beschäftigen, und der ZDF-Intendant ist sich sicher, dass die Mehrheit für die ÖR stimmen würde. Würde man sie fragen. Das und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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Medienlog 26. bis 29. April 2018

Seit 1994 gibt es den Welttag der Pressefreiheit. In Paris gibt es ein Haus für verfolgte Exiljournalist*innen. Für Mesale Tolu keine Option, sie wurde zwar freigelassen, darf aber die Türkei nicht verlassen. Ein Sonderpreis für einen ermordeten Journalisten? Ja. Aber … viel wichtiger wäre es doch, dafür zu sorgen, dass Journalistinnen und Journalisten  ohne Lebensgefahr recherchieren, schreiben, veröffentlichen können. Das alles und noch viel mehr – wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog

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Medienlog 16. und 17. April 2018

Wenn vier Weiße über Rassismus sprechen wollen und der MDR Sachsen das Ganze mit dem N-Wort bewirbt, dann gibt es zu Recht mindestens einen heftigen Shitstorm. Der Deutschlandfunk beschäftigt sich mit dem Stifter des wichtigsten journalistischen Auszeichnung – Joseph Pulitzer. Der Preis selbst geht in diesem Jahr an die Journalist*innen Jodi Kantor, Megan Twohey  und Ronan Farrow (BTW: Die FAZ zeigt bei dieser Meldung nur den Mann, die SZ erwähnt die beiden Frauen, die zuerst über das System berichtet hatten, nur in einem Nebensatz ). Das und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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