Medienlog 6.-7. Februar 2017

Margarete Stokowski sinniert über das verwirrte Bild, das viele Menschen von Journalisten und Medien haben.  Eine Fußballzeitung in Rumänien recherchiert Geschichten, die so gar nichts mit Fußball zu tun haben, und hält so die Fahne des investigativen Journalismus hoch.  Die Aktivisten von Hooligans gegen Satzbau schaffen ein bisschen Zusatzverwirrung in diesen verwirrten Zeiten.

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Medienlog 31. Januar – 1. Februar 2017

Keine Diskriminierung feststellbar, hat das Gericht einer ZDF-Reporterin beschieden, die auf Lohngerechtigkeit geklagt hatte. Keine Bilder und Berichte von Terroranschlägen und anderen unangenehmen Themen, fordert die türkische Regierung von den Medien. Kein Bericht vom AfD-Parteitag, beschloss die Morgenpost Sachsen und ließ demonstrativ weißen Raumim Blatt.

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Medienlog 27. Januar 2017

Medien sind Opposition und sollen gefälligst den Mund halten. Diese Worte fielen nicht in irgendeinem obskuren Diktatorenstaat. Trumps Chefberater Stephen Bannon, selbst ehemaliger Journalist und Ex-Chef von Breitbart, sagte das in einem Interview der New York Times.

In der Türkei werden Journalisten schon länger als gefährliche Opposition gesehen. Entsprechend stuft die Regierung das neugegründete Exilmedium Özgürüz offenbar als Bedrohung ein. Jedenfalls sperrten die türkischen Behörden die Seite, noch ehe der erste Beitrag veröffentlicht war.

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Medienlog 26. Januar 2017

Während der Stern sich für seinen Gabriel-Scoop feiern lässt, muss BILD sich dafür entschuldigen, dass die Geschichte zur SPD-Kanzlerkandidatur sich als falsch erausgestellt hat. Fehler müssen auch Correctiv und Plusminus in ihren Beiträge zur Krankenhaushygiene einräumen. Es ist also tatsächlich nicht immer alles richtig, was Medien veröffentlichen. Und in jüngerer Zeit entsteht oft der Eindruck, als verliefe das Vertrauen in die Medien in absteigender Kurve.

Eine aktuelle Studie zeigt es differenzierter: Danach gibt es zwei auseinanderlaufende Entwicklungen. Auf der einen Seite wächst das Misstrauen, auf der anderen Seite steigt die Zahl derer, die den Medien grundsätzlich vertraut.

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Medienlog 18. und 19. Januar 2016

Alle politischen Verwerfungen tragen vielleicht das Gute in sich, den Journalismus zu stärken und wieder auf seienen Kern zurückzuführen. Die unterkühlten Beziehungen zu Trump haben der amerikanische Presse jedenfalls deutlich gemacht, „wer wir sind und wozu wir da sind“. Dafür sind die Kolleginnen und Kollegen “ in höchstem Maße dankbar“, lässt das US Press Corps den Fast-schon-Präsidenten in einem offenen Brief wissen, der durchaus als Kampfansage aufzufassen ist.

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Medienlog 11. und 12. Januar 2017

War es richtig, das Trump-Dossier mit nicht belegten Informationen zu veröffentlichen? Dazu startete in den USA eine medienethische und politische Debatte. Klar ist jedenfalls: Der Mann , dessen Wahlkampf unter anderem durch die Verbreitung von Fake News geprägt war, mag es nicht, wenn Unverifiziertes über ihn veröffentlich wird. Auch sonst ließ er die Journalisten auf seiner Pressekonferenz spüren, was er von den etablierten Medien hält – unter anderem, indem er mit spitzem Finger bestimmte, wer eine Frage stellen darf und wer ganz bestimmt nicht. Die Branche kann sich auf eine harte Zeit einstellen. Zugleich zeigen Personalwechsel, wie US-Medien sich für die Ära Trump vorbereiten.

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Medienlog 4. Januar 2017

Wenn eine Fernsehmoderatorin den Job wechselt, weckt das üblicherweise nicht allzu viel Aufmerksamkeit. In diesem Fall ist das anders: Megyn Kelly, die sich beim konservativen Sender Fox mit Trump angelegt hatte, wechselt zum liberalen Sender NBC.  Sie ist allerdings nicht die einzige, die sich mit einem Stellenwechsel für die Trump-Präsidentschaft bereit macht, wie einer Aufstellung des Columbia Journalism Review zeigt. Und die Washington Post setzt auf eine einfache Lösung, um den Journalismus für die kommende Ära besser zu machen.

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Medienlog 27. bis 28. Dezember 2016

Die Unterscheidung zwischen wahr und gelogen treibt die Branche gerade um. Die etablierten Medien klopfen sich auf die Schulter und murmeln, dass es mit der Glaubwüridgkeitskrise gar nicht so schlimm ist. Und da – ein Lichtblick in den USA: Die Washington Post stellt Dutzende Journalisten neu ein.

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