Medienlog 21. bis 27. Februar 2019

Das Jahr 2019 wird bitter, prognostiziert der Spiegel, nachdem bekannt wurde, dass DuMont über den Verkauf seines Zeitungsgeschäfts nachdenkt. Nur eine von mehreren Optionen heißt es in Köln und dass es noh länger brauche, das zu entscheiden. Die Beschäftigten in den betroffenen Abozeitunben und Boluevardblättern wird das kaum beruhigen.

Was es heißt, wenn das Zeitungssterben weiße Flecken zurücklässt, zeigt ein Beispiel aus Großbritannien: In Harlow sind Menschen ohne Internet von lokalen Nachrichten abgeschnitten.

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Medienlog 18. bis 20. Februar 2019

Und wieder ist ein preisgekrönter Autor damit aufgefallen, dass er in mindestens einer Geschichte eine Protagonistin erfunden hatte. Das SZ Magazin hat sich aus diesem Grund von dem betreffenden  freien Journalisten und Kolumnisten getrennt. Andere Geschichten bei der SZ, aber auch bei anderen Medien werden geprüft.

Radio Bremen bekommt eine Intendantin. Das sogenannte Framing Manual der ARD schlägt weiter Wellen.

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Medienlog 21. bis 23. Januar 2019

Hat Journalismus ein Zukunft? fragt The New Yorker. Wie es mit dem Journalismus weitergehen könnte, hat der journalist verschiedene Kolleginnen und Kollegen gefragt. Ob Redaktionen ihre Kommentarspalten nicht besser moderieren könnten, fragt Alex Urban, Admin der Gruppe #ichbinhier.

Wie es dem Journalismus so geht, schaut sich epd Medien seit 70 Jahren an.

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Medienlog 15. bis 16. Januar 2019

Zwei wichtige Urteile sind in Sachen Pressefreiheit ergangen: Buzzfeed darf den Namen des Abtreibungsgegners Yannic Hendricks nennen. Der hatte das mit einer einstweiligen Verfügung verbieten wollen, die das Landgericht Düsseldorf nun zurückgewiesen hat.

Die FAZ hat beim Bundesgerichtshof einen Erfolg zum Thema „presserechtliche Informationsschreiben“ errungen. Mit denen drohen Medienrechtskanzleien Journalisten gerne mal rechtliche Konsequenzen an, falls dese angeblich rechtswidrige Informationen über Mandanten veröffentlichen sollten. Dem BGH zufolge sind presserechtliche Informationsschreiben unzulässig, wenn sie keine konkreten Informationen zu möglichen Persönlichkeitsverletzungen durch geplante Presseberichte enthielten.

Weniger gut ging es in Montenegro für Investigativ-Journalist Martinovic aus: Er muss eineinhalb Jahre in Haft.

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Medienlog 7. bis 9. Januar 2019

Wie war denn nun die deutsche Berichterstattung, als 2015 und 2016 so viele Geflüchtete kamen? Das haben Forscher der Uni Mainz unersucht und kamen zum Ergebnis: Faktisch haben die Medien überwiegend richtig berichtet, aber in der Haltung nicht unbedingt ausgewogen.

Um Aufarbeitung geht es es auch bei einer zehnteiligen Podcast-Reihe des STERN:  Unter dem Titel „Faking Hitler“ will die „wahre Geschichte der gefälschten Hitler-Tagebücher“ aufarbeiten.

Beim Fall Relotius fehlt diese zeitliche Distanz noch. Im Augenblick ist die Branche eher etwas ratlos, was davon zu halten ist, dass ein Unbekannter in Relotius‘ Namen auf Interview-Tour geht.

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Medienlog 2. bis 4. Januar 2019

Spex ist Geschichte, Viva ist Geschichte, die nächsten Zeitungstiteln fusionieren. Die Branche versucht immer noch, den Fall Relotius zu verarbeiten. Und Journalist*innen sind in vielen Ländern bedroht. Das neue Medienjahr wird sich vom alten wohl nicht so sehr unterscheiden.

Das Medienlog schaut weiterhin ein- bis zweimal pro Woche drauf und sammel die lesenswerten Beiträge zu #Journalismus und #Medien.

 

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Medienlog 3. bis 5. Dezember 2018

Damit Menschen wirklich informiert sind und entscheiden können, wem sie trauen können, müssen sie mehr darüber wissen, wie die klassischen und die sozialen Medien funktionieren. Unter dem Motto: „Der Leser wird zu seinem eigenen Chefredakteur“ will die Reporterfabrik dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen verstehen, wie Journalistinnen und Journalisten arbeiten, was genau hinter dem Konzept Journalismus steckt. Das Projekt des gemeinnützigen Rechercheprojekts Correctiv startet in die Betaphase.

Eine ordentliche Portion Informationskompetenz können die Menschen gerade wieder brauchen, wenn es darum geht, wie Medien über den gewaltsamen Tod einer 17-Jährigen in Sankt Augustin berichten.

Außerdem: Wie klappt’s mit dem Crowdfunding? Sind mehr länderübergreifende Recherchen nötig, um zum Beispiel eine europäische Perspektive aus den Umgang mit Populisten zu gewinnen?

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Medienlog 26. bis 28. November 2018

Weil die Ministerpräsidenten demnächst entscheiden müssen, wie hoch der Rundfunkbeirag künftig ausfällt, können  wir auf die nächste Runde in diesem ewigen Meinungskampf einstellen: Braucht es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk? Und wenn ja, wie soll er ausgestaltet werden?

Die Fürsprecher werden unter anderem aufs Grundgesetz verweisen, und das gibt es dann in einer neuen, schön aufbereiteten Form: als Magazin. Wie es in Ländern aussieht, die die Pressefreiheit weniger hochhalten, zeigt das Medienlog auch diesmal wieder.

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Medienlog 19. bis 21. November 2018

Im Streit mit CNN hat das Weiße Haus nachgegeben. Jim Acosta hat seine dauerhafte Akkreditierung zurück. Aber die Medien zahlen einen Preis: Künftig gelten strengere Regeln für die Pressekonferenzen. Wer sich nicht dran hält, kann die Akkreditierung verlieren. Trump hofft wohl, unliebsame und hartnäckig nachfragende Korrespondenten so in Schach halten zu können.

Nicht hartnäckig genug sind vor allem Regional- und Lokalzeitungen, wenn es im die AfD geht. Da haben sie Nacholbedarf gegenüber den Überregionalen Medien, die inzwischen aus ihren Fehlern gelernt haben. Das zeigt die neue Studie der Otto-Brenner-Stiftung, die sich zum zweiten Mal angeschaut hat, wie Medien mit der AfD umgehen.

Personalien finden eher selten ihren Weg ins Medienlog. Wenn Anke Schäferkordt nach 27 Jahren die RTL Group verlässt. ist das aber tatsächlich das Ende einer Ära.

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Medienlog 5. bis 7. November 2018

Die sehenswerte Dokumentation „Mission Wahrheit“ hat es heute ins Medienlog geschafft, auch wenn wir sonst eher keine Fernsehtipps geben.  Vor dem Hintergrund wirkt es besonders befremdlich, wenn politische Journalisten bzw. sich ganze Redaktionen sich zum Fürsprecher für einzelne Politiker machen, gerade zu für sie werben.

Interessant aber andererseits auch die Frage nach der medialen Überhöhung im Investigativjournalismus. Wird zum Beispiel im aktuellen Fall „Football Leaks“ das Verkaufen der Geschichte vielleicht wichtiger als die Geschichte selbst?  Und wie viel Resonanz kann man nach erfolgreichen Recherchen erwarten?

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Medienlog 29. bis 31. Oktober 2018

Verfolgt, verhaftet, ermordet: Für Journalistinnen und Journalisten ist 2018 kein gutes Jahr.  Verschiedene Organisationen zählen schon jetzt 52 oder sogar 74 Medienschaffende, die wegen ihres Berufs getötet wurde. Rund 337  sitzen derzeit weltweit in Gefängnissen.

Zugleich ziehen die verbalen Angriffe rechtspopulistischer Politiker immer häufiger auch körperliche Gewalt auf Journalistinnen und  Journlaisten nach sich. Das zeigt sich nicht nur in den USA, sondern auch in Brasilien, wo Anhänger von Jair Bolsonaro während des Wahlkampfs Journalisten bedrohten und angriffen.

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Medienlog 22. bis 24. Oktober 2018

Dürfen Journalistinnen und Journalisten auch Aktivisten sein? Wie viel Haltung darf oder muss in ihrer Arbeit stecken? Ist es ok, wenn sie bei Recherchen mit Organisationen kooperieren und sich von ihnen finanzieren lassen?  Die Frage nach der Haltung hat gerade (mal wieder) Konjunktur. Das zeigen direkt mehrere Texte in der heutigen Sammlung.

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Medienlog 10. bis 12. Oktober 2018

Der bessere Schutz von Journalistinnen und Journalisten ist weltweit ein Thema. Das zeigt auch das aktuelle Medienlog.

Was ist mit Jamal Khashoggi passiert? Seit Tagen wird der regierungskritische saudische Journalist in der Türkei vermisst. Jetzt soll es Belege geben, dass er im Konsulat seines Landes in Istanbul ermordet wurde.

Ist die bulgarische TV-Moderatorin Viktorija Marinowa doch nicht wegen ihrer Arbeit umgebracht worden? Ein Verdächtiger wurde in Deutschland gefasst und soll nach Bulgarien ausgeliefert werden.

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Medienlog 24. bis 28. September 2018

Wie zu erwarten, gibt es Wirbel um den Erdogan-Besuch.  Die Türkei fordert Can Dündars Auslieferung. Der wiederum verzichtet auf die Teilnahme an der Pressekonferenz, um diese nicht zu sprengen. Bei der wird ein Journalist aus dem Saal geführt, weil er ein T-Shirt mit einer politischen Botschaft trägt.

Empörung gab es diese Woche auch, als in Österreich ein Schreiben aus dem Innenministerium an die Polizei auftauchte, demzufolge die Kommunikation mit „bestimmten Medien“ auf das „nötigste Maß“ beschränkt werden sollte.

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Medienlog 18. bis 21. September 2018

Wie viel Haltung und wie viel Meinung brauchen wir im Journalismus? Diese Frage stellt sich gerade mal wieder, und die Antwort variiert auch je nach – ja – Haltung und Meinung desjenigen, der sich dazu äußert. Klar ist: Die Markmechanismen drängen den Journalismus gerade eher weg von der sorgfältigen Recherche, hin zu klickstarken Meinungsstücken.

Wie gelingt es, Journalistinnen und Journalisten bei ihrer Arbeit besser zu schützen?  Braucht es bessere Schulungen für Einsatzkräfte? Klar ist jedenfalls, dass Die Zahl der Zugriffe in Deutschland gerade zunimmt. Und dass Medieschaffende vor allem gefährdet sind, wenn Rechte und Rechtsextreme marschieden.

War der im Hambacher Forst zu Tode Gestürzte Journalist, Blogger oder Aktivist: Die Meinungen gehen da auseinander. Klar ist: Er hat auf seine Art versucht, Öffentlichkeit herzustellen.

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