Medienlog vom 20. bis 22. Mai 2019

Zwei lange Videos beschäftigen die Medien: Das von Ibiza wird vermutlich noch eine ganze Weile nachhallen – auch mit der Frage, ob Journalistinnen und Journaisten an der Entstehung beteiligt waren. Sieben Stunde soll es umfassen, bisher haben Medien nur aausgewählte Stellen veröffentlicht.

Das zweite Video ist ein 55-minütiger Rant des Youtubers Rezo gegen die CDU (und nebenbei auch gegen die SPD), inzwischen millionenfach geklickt. Rezo ist sonst auf dem Themenfeld Musik und Comedy unterwegs und nutzt nun seine Reichweite, um poltisch Stellung zu beziehen.

So ähnlich gehen es die „neuen Rechten“ wohl ganz strategisch an, indem sie in den sozialen Medien wie Influencer zu ganz unverfänglichen Themen auftreten, die „nebenbei“ ihre braune Gesinnung transportieren.

Das und mehr im aktualisierten Medienlog.

 

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Medienlog 29. April bis 1. Mai 2019

Die FPÖ hat sich endgültig auf Armin Wolf vom ORF eingeschossen und fordert seine Absetzung. Nicht nur in Österreich steht die Pressefreiheit auf schwankendem Grund. Und das ist nicht nur im Vorfeld des  3. Mai ein Thema.

Mehrere Auslandssender, darunter die Deutsche Welle, haben einen türkischsprachigen Youtube-Kanal gestartet.

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Medienlog 9. bis 10. April 2019

Wie ändert sich Journalismus? In Großbritannien setzt ein Start-up auf „slow journalism“. In Ländern mit eingeschränker Presse- und Meinungsfreiheit entstehen Wege, die Zensur zu umgehen. Um besser über Asien, Lateinamerika, Europa und Afrika zu berichten, startet Spiegel Online mit Unterstützung der Bill & Melinda Gates Stiftung das Projekt „Globale Gesellschaft“.

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Medienlog 26. bis 27. März 2019

Die Urheberrecht wird uns noch lange beschäftigen und Nachwirkungen haben – nicht nur im Internet, sondern auch im realen Leben, denn Befürworter und Gegner der jetzt verabschiedeten Reform denken voneinander nur das Allerschlechteste.Misstrauen ist damit auch für andere Themen prgrammiert.

Mit Misstrauen haben auch die Redakteurinnen von Donne Chiesa Mondo zu kämpfen, einer monatlichen Beilage zur Zeitung des Vatikans, Nachdem sie den Missbrauch an Nonnen durch Geistliche öffentlich gemnacht hatten. Nun sind sie geschlossen zurückgetreten.

Manche Lokalredakteur*innen träumen vielleicht vom Home-Office, aber in Großbritannien gibt es jetzt Fälle, wo die Redaktionen aufgelöst wurden und die Beschäftigten als Sparmaßnahme zuhause arbeiten.

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Medienlog 18. bis 20. März 2019

Man kann ja auch mal was Positives berichten: Das geplante Geschäftsgeheimnisgesetz wurde im Rechtsausschuss so überarbeitet, dass es keine Gefahr mehr für Journalisten und Whistleblower bringt.

Zu begrüßen ist auch, dass Billy Six wieder frei ist. Jetzt setzt der Kampf um Deutungshoheit ein: Wer hat geholfen, ihn aus dem Gefängnis in Venzuela zu holen? Hätte die Bundesregierung mehr machen müssen?

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Medienlog 21. bis 27. Februar 2019

Das Jahr 2019 wird bitter, prognostiziert der Spiegel, nachdem bekannt wurde, dass DuMont über den Verkauf seines Zeitungsgeschäfts nachdenkt. Nur eine von mehreren Optionen heißt es in Köln und dass es noh länger brauche, das zu entscheiden. Die Beschäftigten in den betroffenen Abozeitunben und Boluevardblättern wird das kaum beruhigen.

Was es heißt, wenn das Zeitungssterben weiße Flecken zurücklässt, zeigt ein Beispiel aus Großbritannien: In Harlow sind Menschen ohne Internet von lokalen Nachrichten abgeschnitten.

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Medienlog 18. bis 20. Februar 2019

Und wieder ist ein preisgekrönter Autor damit aufgefallen, dass er in mindestens einer Geschichte eine Protagonistin erfunden hatte. Das SZ Magazin hat sich aus diesem Grund von dem betreffenden  freien Journalisten und Kolumnisten getrennt. Andere Geschichten bei der SZ, aber auch bei anderen Medien werden geprüft.

Radio Bremen bekommt eine Intendantin. Das sogenannte Framing Manual der ARD schlägt weiter Wellen.

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Medienlog 21. bis 23. Januar 2019

Hat Journalismus ein Zukunft? fragt The New Yorker. Wie es mit dem Journalismus weitergehen könnte, hat der journalist verschiedene Kolleginnen und Kollegen gefragt. Ob Redaktionen ihre Kommentarspalten nicht besser moderieren könnten, fragt Alex Urban, Admin der Gruppe #ichbinhier.

Wie es dem Journalismus so geht, schaut sich epd Medien seit 70 Jahren an.

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Medienlog 15. bis 16. Januar 2019

Zwei wichtige Urteile sind in Sachen Pressefreiheit ergangen: Buzzfeed darf den Namen des Abtreibungsgegners Yannic Hendricks nennen. Der hatte das mit einer einstweiligen Verfügung verbieten wollen, die das Landgericht Düsseldorf nun zurückgewiesen hat.

Die FAZ hat beim Bundesgerichtshof einen Erfolg zum Thema „presserechtliche Informationsschreiben“ errungen. Mit denen drohen Medienrechtskanzleien Journalisten gerne mal rechtliche Konsequenzen an, falls dese angeblich rechtswidrige Informationen über Mandanten veröffentlichen sollten. Dem BGH zufolge sind presserechtliche Informationsschreiben unzulässig, wenn sie keine konkreten Informationen zu möglichen Persönlichkeitsverletzungen durch geplante Presseberichte enthielten.

Weniger gut ging es in Montenegro für Investigativ-Journalist Martinovic aus: Er muss eineinhalb Jahre in Haft.

Was es sonst gab, wie immer neu oder aktualisiert im jonet-Medienlog.

 

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Medienlog 7. bis 9. Januar 2019

Wie war denn nun die deutsche Berichterstattung, als 2015 und 2016 so viele Geflüchtete kamen? Das haben Forscher der Uni Mainz unersucht und kamen zum Ergebnis: Faktisch haben die Medien überwiegend richtig berichtet, aber in der Haltung nicht unbedingt ausgewogen.

Um Aufarbeitung geht es es auch bei einer zehnteiligen Podcast-Reihe des STERN:  Unter dem Titel „Faking Hitler“ will die „wahre Geschichte der gefälschten Hitler-Tagebücher“ aufarbeiten.

Beim Fall Relotius fehlt diese zeitliche Distanz noch. Im Augenblick ist die Branche eher etwas ratlos, was davon zu halten ist, dass ein Unbekannter in Relotius‘ Namen auf Interview-Tour geht.

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Medienlog 2. bis 4. Januar 2019

Spex ist Geschichte, Viva ist Geschichte, die nächsten Zeitungstiteln fusionieren. Die Branche versucht immer noch, den Fall Relotius zu verarbeiten. Und Journalist*innen sind in vielen Ländern bedroht. Das neue Medienjahr wird sich vom alten wohl nicht so sehr unterscheiden.

Das Medienlog schaut weiterhin ein- bis zweimal pro Woche drauf und sammel die lesenswerten Beiträge zu #Journalismus und #Medien.

 

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Medienlog 3. bis 5. Dezember 2018

Damit Menschen wirklich informiert sind und entscheiden können, wem sie trauen können, müssen sie mehr darüber wissen, wie die klassischen und die sozialen Medien funktionieren. Unter dem Motto: „Der Leser wird zu seinem eigenen Chefredakteur“ will die Reporterfabrik dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen verstehen, wie Journalistinnen und Journalisten arbeiten, was genau hinter dem Konzept Journalismus steckt. Das Projekt des gemeinnützigen Rechercheprojekts Correctiv startet in die Betaphase.

Eine ordentliche Portion Informationskompetenz können die Menschen gerade wieder brauchen, wenn es darum geht, wie Medien über den gewaltsamen Tod einer 17-Jährigen in Sankt Augustin berichten.

Außerdem: Wie klappt’s mit dem Crowdfunding? Sind mehr länderübergreifende Recherchen nötig, um zum Beispiel eine europäische Perspektive aus den Umgang mit Populisten zu gewinnen?

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Medienlog 26. bis 28. November 2018

Weil die Ministerpräsidenten demnächst entscheiden müssen, wie hoch der Rundfunkbeirag künftig ausfällt, können  wir auf die nächste Runde in diesem ewigen Meinungskampf einstellen: Braucht es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk? Und wenn ja, wie soll er ausgestaltet werden?

Die Fürsprecher werden unter anderem aufs Grundgesetz verweisen, und das gibt es dann in einer neuen, schön aufbereiteten Form: als Magazin. Wie es in Ländern aussieht, die die Pressefreiheit weniger hochhalten, zeigt das Medienlog auch diesmal wieder.

Was es sonst gibt, wie immer nue oder aktualisiert im jonet-Medienlog.

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Medienlog 19. bis 21. November 2018

Im Streit mit CNN hat das Weiße Haus nachgegeben. Jim Acosta hat seine dauerhafte Akkreditierung zurück. Aber die Medien zahlen einen Preis: Künftig gelten strengere Regeln für die Pressekonferenzen. Wer sich nicht dran hält, kann die Akkreditierung verlieren. Trump hofft wohl, unliebsame und hartnäckig nachfragende Korrespondenten so in Schach halten zu können.

Nicht hartnäckig genug sind vor allem Regional- und Lokalzeitungen, wenn es im die AfD geht. Da haben sie Nacholbedarf gegenüber den Überregionalen Medien, die inzwischen aus ihren Fehlern gelernt haben. Das zeigt die neue Studie der Otto-Brenner-Stiftung, die sich zum zweiten Mal angeschaut hat, wie Medien mit der AfD umgehen.

Personalien finden eher selten ihren Weg ins Medienlog. Wenn Anke Schäferkordt nach 27 Jahren die RTL Group verlässt. ist das aber tatsächlich das Ende einer Ära.

Das und mehr heute neu der aktualisiert im Medienlog.

 

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