Medienlog 12. bis 14. August 2019

Journalistinnen und Journalisten im Fadenkreuz der Rechten – darum geht es in einem der Beiträge bei Zapp. Auch auf den sogenannten Feindeslisten des rechtsextremen Netzwerks Nordkreuz aus Mecklenburg-Vorpommern stehen Journalistinnen und Journalisten. Muss das BKA diese Listen herausgeben? Das fordert der freie Journalist und Aktivist Arne Semsrott und klagt deswegen.

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Medienlog 29. bis 31. Juli 2019

Dass die Bloggerin Marie Sophie Hingst, die jahrelang über ihre erfundene jüdische Familiengeschichte schrieb und Holocaust-Schicksale erfand, nun tot aufgefunden wurde, beschäftigt einige Medien: War es richtig, wie ihre Geschichte öffentlich enttarnt wurde?

Auch sonst gibt es wieder einiges zu diskutieren: Können Journalistinnen und Journalisten die Polizei als priviligierte Quelle betrachten? War die Nennung der Herkunft des Täters von Frankfurt angemessen?

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Medienlog 22. bis 24. Juli 2019

Der Streit zwischen Wirecard und Financial Times nimmt Fahrt auf: Gibt es Kursverluste, weil die FT Unregelmäßigkeiten aufgedeckt hat? Oder schreibt sie das Dax-Unternehmen gezielt schlecht, um den Kurs nach unten zu treiben? Gegen diesen Vorwurf whert sich die FT und will ihre Wirecard-Berichterstattung jetzt extern überprüfen lassen.

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Medienlog 15. bis 17. Juli 2019

Mamchmal gibt es auch kleine Lichtblicke: Im britischen Bristol werden lokaljournalistische Recherchen durch eine Genossenschaft finanziert. Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen Correctiv-Chefredakteur Oliver Schröm eingestellt. In der Türkei wurde der ROG-Vertreter Erol Önderoğlu freigesprochen.

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Medienlog 8. bis 10. Juli 2019

Für die Zeitungen der DuMont-Gruppe scheinen sich nicht viele Medienhäuser zu interessieren. Für Springer interessiert sich der Investor KKR, aber der findet WELT und WELT am Sonntag wohl begrenzt überzeugend. In Ostwestfalen setzt sich der Trend zu Zentralredaktionen und Tariffluch fort. Die Vielfalt soll durch gute lokale Inhalte gesichert sein.

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Medienlog 4. bis 7. Juli 2019

„Mit Frack und Linse durch Politik und Gesellschaft“ – das war das Motto von Erich Salomon, der heute vor 75 Jahren in Auschwitz ermordet wurde, wie der Deutschlandfunk erinnert. Salomon, der spät zu Fotografie kam, erfand zwischen den beiden Weltkriegen quasi den Bildjournalismus: Statt der damals üblichen gestellten Aufnahmen fertigte er  Schnappschüsse, etwa im Reichstag, bei Versammlungen des Völkerbundes und bei internationalen Konferenzen in Genf, Paris, Berlin, Lugano, Rapallo und Den Haag.

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Medienlog 1. bis 3. Juli 2019

Es ist eben doch nicht so leicht, ein Paket aus unterschiedlich erfolgreichen Tageszeitungen und vorwiegend darbenden Boulevardblättern zu verkaufen. Das stellt die Kölner Mediengruppe DuMont fest und vertröstet die Beschäftigten: Im September können sie auf weitere Nachricht hoffen, wie es für sie weitergeht.

Madsack führt ein neues digitales Abomodell ein, das auch eine Art Brötchentaste umfasst.  Wie es überhaupt mit dem Thema Paid Content weitergehen könnte, zeigt eine aktuelle Studie.

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Medienlog vom 20. bis 22. Mai 2019

Zwei lange Videos beschäftigen die Medien: Das von Ibiza wird vermutlich noch eine ganze Weile nachhallen – auch mit der Frage, ob Journalistinnen und Journaisten an der Entstehung beteiligt waren. Sieben Stunde soll es umfassen, bisher haben Medien nur aausgewählte Stellen veröffentlicht.

Das zweite Video ist ein 55-minütiger Rant des Youtubers Rezo gegen die CDU (und nebenbei auch gegen die SPD), inzwischen millionenfach geklickt. Rezo ist sonst auf dem Themenfeld Musik und Comedy unterwegs und nutzt nun seine Reichweite, um poltisch Stellung zu beziehen.

So ähnlich gehen es die „neuen Rechten“ wohl ganz strategisch an, indem sie in den sozialen Medien wie Influencer zu ganz unverfänglichen Themen auftreten, die „nebenbei“ ihre braune Gesinnung transportieren.

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Medienlog 29. April bis 1. Mai 2019

Die FPÖ hat sich endgültig auf Armin Wolf vom ORF eingeschossen und fordert seine Absetzung. Nicht nur in Österreich steht die Pressefreiheit auf schwankendem Grund. Und das ist nicht nur im Vorfeld des  3. Mai ein Thema.

Mehrere Auslandssender, darunter die Deutsche Welle, haben einen türkischsprachigen Youtube-Kanal gestartet.

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Medienlog 9. bis 10. April 2019

Wie ändert sich Journalismus? In Großbritannien setzt ein Start-up auf „slow journalism“. In Ländern mit eingeschränker Presse- und Meinungsfreiheit entstehen Wege, die Zensur zu umgehen. Um besser über Asien, Lateinamerika, Europa und Afrika zu berichten, startet Spiegel Online mit Unterstützung der Bill & Melinda Gates Stiftung das Projekt „Globale Gesellschaft“.

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Medienlog 26. bis 27. März 2019

Die Urheberrecht wird uns noch lange beschäftigen und Nachwirkungen haben – nicht nur im Internet, sondern auch im realen Leben, denn Befürworter und Gegner der jetzt verabschiedeten Reform denken voneinander nur das Allerschlechteste.Misstrauen ist damit auch für andere Themen prgrammiert.

Mit Misstrauen haben auch die Redakteurinnen von Donne Chiesa Mondo zu kämpfen, einer monatlichen Beilage zur Zeitung des Vatikans, Nachdem sie den Missbrauch an Nonnen durch Geistliche öffentlich gemnacht hatten. Nun sind sie geschlossen zurückgetreten.

Manche Lokalredakteur*innen träumen vielleicht vom Home-Office, aber in Großbritannien gibt es jetzt Fälle, wo die Redaktionen aufgelöst wurden und die Beschäftigten als Sparmaßnahme zuhause arbeiten.

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Medienlog 18. bis 20. März 2019

Man kann ja auch mal was Positives berichten: Das geplante Geschäftsgeheimnisgesetz wurde im Rechtsausschuss so überarbeitet, dass es keine Gefahr mehr für Journalisten und Whistleblower bringt.

Zu begrüßen ist auch, dass Billy Six wieder frei ist. Jetzt setzt der Kampf um Deutungshoheit ein: Wer hat geholfen, ihn aus dem Gefängnis in Venzuela zu holen? Hätte die Bundesregierung mehr machen müssen?

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Medienlog 21. bis 27. Februar 2019

Das Jahr 2019 wird bitter, prognostiziert der Spiegel, nachdem bekannt wurde, dass DuMont über den Verkauf seines Zeitungsgeschäfts nachdenkt. Nur eine von mehreren Optionen heißt es in Köln und dass es noh länger brauche, das zu entscheiden. Die Beschäftigten in den betroffenen Abozeitunben und Boluevardblättern wird das kaum beruhigen.

Was es heißt, wenn das Zeitungssterben weiße Flecken zurücklässt, zeigt ein Beispiel aus Großbritannien: In Harlow sind Menschen ohne Internet von lokalen Nachrichten abgeschnitten.

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Medienlog 18. bis 20. Februar 2019

Und wieder ist ein preisgekrönter Autor damit aufgefallen, dass er in mindestens einer Geschichte eine Protagonistin erfunden hatte. Das SZ Magazin hat sich aus diesem Grund von dem betreffenden  freien Journalisten und Kolumnisten getrennt. Andere Geschichten bei der SZ, aber auch bei anderen Medien werden geprüft.

Radio Bremen bekommt eine Intendantin. Das sogenannte Framing Manual der ARD schlägt weiter Wellen.

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