Medienlog 5. bis 7. November 2018

Die sehenswerte Dokumentation „Mission Wahrheit“ hat es heute ins Medienlog geschafft, auch wenn wir sonst eher keine Fernsehtipps geben.  Vor dem Hintergrund wirkt es besonders befremdlich, wenn politische Journalisten bzw. sich ganze Redaktionen sich zum Fürsprecher für einzelne Politiker machen, gerade zu für sie werben.

Interessant aber andererseits auch die Frage nach der medialen Überhöhung im Investigativjournalismus. Wird zum Beispiel im aktuellen Fall „Football Leaks“ das Verkaufen der Geschichte vielleicht wichtiger als die Geschichte selbst?  Und wie viel Resonanz kann man nach erfolgreichen Recherchen erwarten?

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Medienlog 29. bis 31. Oktober 2018

Verfolgt, verhaftet, ermordet: Für Journalistinnen und Journalisten ist 2018 kein gutes Jahr.  Verschiedene Organisationen zählen schon jetzt 52 oder sogar 74 Medienschaffende, die wegen ihres Berufs getötet wurde. Rund 337  sitzen derzeit weltweit in Gefängnissen.

Zugleich ziehen die verbalen Angriffe rechtspopulistischer Politiker immer häufiger auch körperliche Gewalt auf Journalistinnen und  Journlaisten nach sich. Das zeigt sich nicht nur in den USA, sondern auch in Brasilien, wo Anhänger von Jair Bolsonaro während des Wahlkampfs Journalisten bedrohten und angriffen.

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Medienlog 22. bis 24. Oktober 2018

Dürfen Journalistinnen und Journalisten auch Aktivisten sein? Wie viel Haltung darf oder muss in ihrer Arbeit stecken? Ist es ok, wenn sie bei Recherchen mit Organisationen kooperieren und sich von ihnen finanzieren lassen?  Die Frage nach der Haltung hat gerade (mal wieder) Konjunktur. Das zeigen direkt mehrere Texte in der heutigen Sammlung.

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Medienlog 10. bis 12. Oktober 2018

Der bessere Schutz von Journalistinnen und Journalisten ist weltweit ein Thema. Das zeigt auch das aktuelle Medienlog.

Was ist mit Jamal Khashoggi passiert? Seit Tagen wird der regierungskritische saudische Journalist in der Türkei vermisst. Jetzt soll es Belege geben, dass er im Konsulat seines Landes in Istanbul ermordet wurde.

Ist die bulgarische TV-Moderatorin Viktorija Marinowa doch nicht wegen ihrer Arbeit umgebracht worden? Ein Verdächtiger wurde in Deutschland gefasst und soll nach Bulgarien ausgeliefert werden.

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Medienlog 24. bis 28. September 2018

Wie zu erwarten, gibt es Wirbel um den Erdogan-Besuch.  Die Türkei fordert Can Dündars Auslieferung. Der wiederum verzichtet auf die Teilnahme an der Pressekonferenz, um diese nicht zu sprengen. Bei der wird ein Journalist aus dem Saal geführt, weil er ein T-Shirt mit einer politischen Botschaft trägt.

Empörung gab es diese Woche auch, als in Österreich ein Schreiben aus dem Innenministerium an die Polizei auftauchte, demzufolge die Kommunikation mit „bestimmten Medien“ auf das „nötigste Maß“ beschränkt werden sollte.

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Medienlog 18. bis 21. September 2018

Wie viel Haltung und wie viel Meinung brauchen wir im Journalismus? Diese Frage stellt sich gerade mal wieder, und die Antwort variiert auch je nach – ja – Haltung und Meinung desjenigen, der sich dazu äußert. Klar ist: Die Markmechanismen drängen den Journalismus gerade eher weg von der sorgfältigen Recherche, hin zu klickstarken Meinungsstücken.

Wie gelingt es, Journalistinnen und Journalisten bei ihrer Arbeit besser zu schützen?  Braucht es bessere Schulungen für Einsatzkräfte? Klar ist jedenfalls, dass Die Zahl der Zugriffe in Deutschland gerade zunimmt. Und dass Medieschaffende vor allem gefährdet sind, wenn Rechte und Rechtsextreme marschieden.

War der im Hambacher Forst zu Tode Gestürzte Journalist, Blogger oder Aktivist: Die Meinungen gehen da auseinander. Klar ist: Er hat auf seine Art versucht, Öffentlichkeit herzustellen.

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Medienlog 10. bis 12. September 2018

Ein weiterer, vielleicht der endgültige Nackenschlag gegen unabhängigen Journalismus in der Türkei: Die Stiftung hinter der traditionsreichen Zeitung Cumhuriyet wurde von Gegnern einer kritischen Berichterstattung übernommen. Der Chefredakteur und einige Kollegen mussten sofort gehen, andere Redakteurinnen und Redakteure haben das Blatt freiwillig verlassen.

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Medienlog 4. bis 7. September 2018

Dass Trump sich über den anonymen Text in der New York Times aufregen und die Offenlegung des Namens fordern würde, war zu erwarten. Neben der NYT hat sich auch die Washington Post auf anonyme Quellen gestützt. Deswegen ist dort die Debatte um die Glaubwürdigkeit der beiden Zeitungen entbrannt. Denn in den USA ist es sehr viel unüblicher als in Deutschland, wo Medien sich gerne auf die berühmten „gut unterrichteten Kreise“ berufen.

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Medienlog 30. August bis 3. September 2018

Drei Monate war der US-amerikanische Journalismusforscher Jay Rosen in Deutschland und hat sich angeschaut, wie Medien hier arbeiten, auf welchem Selbstverständnis sie basieren. Sein Fazit fasst er unter anderem in einem Brief an die deutschen Journalistinnen und Journalisten zusammen. Eine Erkenntnis: „Die fünfte Säule – sei cool, distanziert und objektiv – steht in einem erkennbaren Spannungsverhältnis zur vierten Säule: Verteidige die Demokratie und tritt für die Würde aller Menschen ein. Dieses Spannungsverhältnis ist produktiv. Lernen Sie, damit umzugehen. Vertrauen Sie niemandem, der es beseitigen will.“

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Medienlog 27. bis 29. August 2018

Die Vorgänge in Sachsen und die Pressefreiheit bleiben als Themen aktuell. Gegen Journalisten gerichtete Gewaptfantasien einer AfD-Untergruppierung kommen hinzu.

Aber wie gut gehen Medien mit allen diesen Themen um? Das diskutieren Journalistinnen und Journalisten  untereinander zum Beispiel auf Twitter. Das hat sich aber auch der US-Journalismusforscher Jay Rosen gefragt, der gerade drei Monate in Deutschland verbracht hat. Sein Fazit: So richtig wissen deutsche bzw. europäische Medien noch nicht, wie sie mit Rechtspopulismus umgehen. Aber sie seien bei diesem Thema schon weiter als in den USA.

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Medienlog 20. bis 22. August 2018

Der Polizeieinsatz gegen ein ZDF-Team in Dresden sorgt weiter für Kritik. Kann es wirklich sein, dass die sächsischen Einsatzkräfte so wenig von Pressefreiheit  wissen? Und dass sie das sichere Arbeiten von Journalistinnen und Journalisten dem sächischen Miniterpräsidenten Michael Kretschmer so egal ist? Gerade wird auch noch bekannt, dass der der Pegida-Demonstrant, der das Kamerateam angegriffen und die Polizeit gerufen hat, ein Mitarbeiter des LKA Sachsen war.

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Medienlog 13. bis 15. August 2018

Die einen freuen sich über die Riesenreichweite, die anderen sorgen sich um echte Medienvielfalt: Immer weniger Zeitungen produzieren ihren Mantelteil noch selbst. Diesen Trend zu immer größeren Einheiten schaut sich ZAPP heute Abend an.

Beim Spigel rücken Print- und Online-Einheit gesellschaftsrechtlich schon mal näher zusammen. Das ist eine Voraussetzung, um dann irgendwann auch die Redaktionen zusammenführen zu können.

Die taz freut sich über einen Spendenrekord und denkt trotzdem schon mal darüber nach, wie das Leben ohne Print aussehen könnte.

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Medienlog 9. August 2018

Nachdem mehrere Plattformen die Inhalte von Verschwörungstheoretiker Jones verbannt haben, beschwört Twitter die Redefreiheit und verzichtet die Sperrung. Zugleich trendet die Infowar-App im Google Play Store.

Soviel zur Frage, wie Inhalte zu den Nutzern kommen. Dazu passen auch ein paar Blicke in die Zukunft: Welche Printmedien bleiben relevant? Findet Roboterjournalismus Akzeptanz beim Publikum? Entwickeln Messenger sich noch zu einem relevaten Vertriebskanal zu Medieninhalte? Und müssen Internetkonzerne Terrorinhalte künftig löschen?

A prospos Zukunft: In „Zurück in die Zukunft II“, aber auch in vielen weiteren amerikanischen Filmen und Serien taucht durch die Jahrzehnte immer mal wieder eine bestimmte Zeitung auf. Über dem Bild einer lächenden jungen Frau ist zu entziffern : „Sie ist das dritthellste Köpfchen – aber ein schwer zu sehendes ‚Mädel'“. Was es damit auf sich hat, verrät Spiegel Online in seiner Rubrik einestages.

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Medienlog 26. Juli bis 1. August 2018

Mit der Pressefreiheit hakt es wieder – in Ungarn, in der Türkei, in Kolumbien und auf den Philippinen.

In den USA ist die Situation gespalten. Hier können „unangemessene Fragen“ dazu führen, dass man von Pressekonferenzen des Weißen Hauses ausgeschlossen wird. Zugleich profitieren einige Qualitätsmedien von der politischen Situation.

Und Deutschland? Ist einerseits „die beste Medienschule“ und andererseits lassen Journalisten sich vom Rechtpopulismus in Versuchung führen.

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Medienlog 16. bis 18. Juli 2018

Wenn die EU-Richtlinie zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen so umgesetzt wird, wie es derzeit geplant ist, könnte dies den investigativen Journalismus stark gefährden. Denn nach jetzigem Stand stehen Unternehmensinteressen wesentlich stärker im Mittelpunkt als beim derzeit geltenden Recht.

Die bisherige juristische Abwägung zwischen dem Interesse der Öffentlichkeit, der Pressefreiheit und den Interessen der Betroffenen würde dadurch verschoben. Investigative Recherchen, vor allem aber die Veröffentlung der Ergebnisse, würden deutlich erschwert. Vieles müsste dann vor Gericht durchprozessiert werden, um überhaupt – und dann mit großer Verzögerung – ans Licht der Öffentlichkeit zu gelangen.

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Medienlog 28. Juli bis 5. Juli 2018

Den Untergang der Meinungsfreiheit beschreien beide Seiten: Gegner und Befürworter sind in eine Meinungsschlacht um Urheberrechtsreform ud Leistungsschutzrecht auf EU vertieft.

Um Meinungsfreiheit geht es auch in den Diskussionen um die Social-Media-Richtlinie des ORF: Dürfen Journalisten twittern, was sie persönlich denken, oder geben sie das Recht auf eine öffentlich erkennbare Haltung mit der Unterschrift auf dem Redakteursvertrag ab?

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