Medienlog 11. bis 21. Februar 2020

Nach dem Terroranschlag von Hanau stellt sich wieder die Frage, ob Redaktionen bei ihrer Berichterstattung dazulernen. Während verschiedene Medien das Format „Was wir über den Anschlag wissen“ nutzten, spekulierte BILD in Live-Videoschalten wild über Morde im „Milieu“.

Was es noch gab: China geht gegen Journalisten vor, die kiritsch über die Vorgänge in Wuhan berichten. Die KEF empfiehlt wie erwartet eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags um 86 Cent. Und Roland Tichy muss sich Claudia Roths Äußerung gefallen lassen, dass das Geschäftsmodell neurechter Plattformen „auf Hetze und Falschbehauptungen beruht“. Und

Das und mehr im aktuellen Medienlog.

 

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Medienlog 20. bis 25. Januar 2020

Wo leben wir denn? Ein deutscher Journalist bekommt 400 Morddrohungen, weil er die AfD kritisiert hat. Ein amerikanischer Journalist wird mit zweifelhaften Vorwürfen wegen Cyberkriminalität angeklagt. Deutsche Medien, die fast nur über, aber selten mit Geflüchteten sprechen.  Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert, im#Medienlog. Zusammengestellt von @textende und @wechselwissen.

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Medienlog 9. -15. Dezember 2019

Das Schweizer Magazinprojekt Republik braucht 19.000 zusätzliche Abos und mehr als 2 Millionen Franken, um seinen Fortbestand über März 2020 hinaus zu sichern. Gestartet war es mit Crowdfunding und dem Anspruch, ein unabhängiges Magazin für öffentliche Debatte zu sein.

Ähnlich will das Start-up The Buzzard künftig Meinungsvielfalt und ernsthafte Debatte befördern und hat dafür per Crowdfunding erfolgreich Geld eingeworben. Jetzt fiel allerdings auf, dass die Seite auch auf rechtspopulistische bis -radikale Blogs verlinkt. Einige prominente Unterstützer*innen haben sich deswegen zurückgezogen. 

Das und mehr heute neu oder aktualisiert im jonet-Medienlog.

 

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Medienlog vom 23. bis 28. Spetember 2019

Am Sonntag wird in Österreich gewählt, die Spannungen zwischen Parteien – im Speziellen der FPÖ – und Medien wie dem Falter spielen im Wahlkampf eine wichtige Rolle. Das lohnt einen Blick auf die Medien in Österreich.

In Frankreich hat sich die Redaktion der Le Monde ein Widerspruchsrecht erkämpft, wenn ein neuer Aktionär die Kontrolle übernehmen will.

Ein Gericht hat Livestreams der BILD als zulassungspflichtigen Rundfunk eingestuft.

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Medienlog 16. bis 20. September 2019

DuMont verkauft die Berliner Zeitung an ein Ehepaar, das bisher keine verlegerische Erfahrung hat. Wie es mit den anderen Regionalzeitungen und den Boulevardblättern der DuMont Mediengruppe weitergeht, ist weiterhin ungewiss.  Die MoPo zum Beispiel begint ihr 70. Jubiläum wohl mit recht flauem Gefühl.

Die Frage nach dem Überleben des Lokaljournalismus wird auch andernorts gestellt, wie zwei Texte aus dem Guardian und The Atlantic zeigen.

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Medienlog 9. bis 13. September 2019

Heute mal gute Nachrichten aus der Türkei: Der österreichische Journalist Max Zirngast ist von einem Gericht freigesprochen worden, ebeno fünf Kollegen von Cumhuriyet. Deniz Yücel scheitert dagegen vor Gericht mit seiner Forderung nach Schadenersatz für die Haft.

Gute Nachrichten erwartet die taz in Sachen Transparenz des BND: Hier hatte Jost Müller-Neuhof vom Berliner Tagesspiegel auf Auskunft über Hintergrundgespräche geklagt. Das Urteil soll kommende Woche kommen.

Eine Niederlage kassierten die deutschen Verlage mit ihrem Leistungsschurtzrecht vor dem EuGH. Das werden manche als gute und andere als schlechte Nachricht werten. Das und mehr heute nue oder aktualisiert im Jonet-Medienlog.

 

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Medienlog 29. August bis 3. September 2019

Wer will Journalist*in werden – und wer wird es? Die Zusammensetzung der Redaktionen hat Einfluss darauf,  welche Realität die Medien abbilden. Das betrifft Genderperspektiven genauso wie  Herkunft, Schicht, Bildungsstand der Eltern. Mit Diversity in Redaktionen beschäftigen sich im aktuellen Medienlog die taz, die Süddeutsche Zeitung und der journalist, der zudem noch die Frage stellt, wie Redaktionen künftig ihren Nachwuchs rektrutieren, wenn die Branche eher an Atrraktivität verliert.

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Medienlog 26. bis 28. August 2019

In den USA gibt es eine Kampagne gegen Trump-kritische Journalistinnen und Journalisten, wie die New York Times berichtet. Danach sollen konservative Kreise versuchen, gezielt den Ruf einzelner Medienvertreter zu beschädigen.

Noch bedrohlicher die Situation für deutsche Journalistinnen und Journalisten sein, die auf den „Todeslisten“ der Rechtsextremisten stehen. Diese Kolleginnen und Kollegen haben das Recht, über diese Bedrohung infomiert zu werden, fordern die Neuen Deutschen Medienmacher in einem offenen Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer, und mehrere Journalistenverbände haben sich dieser Forderung angeschlossen.

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Medienlog 12. bis 14. August 2019

Journalistinnen und Journalisten im Fadenkreuz der Rechten – darum geht es in einem der Beiträge bei Zapp. Auch auf den sogenannten Feindeslisten des rechtsextremen Netzwerks Nordkreuz aus Mecklenburg-Vorpommern stehen Journalistinnen und Journalisten. Muss das BKA diese Listen herausgeben? Das fordert der freie Journalist und Aktivist Arne Semsrott und klagt deswegen.

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Medienlog 29. bis 31. Juli 2019

Dass die Bloggerin Marie Sophie Hingst, die jahrelang über ihre erfundene jüdische Familiengeschichte schrieb und Holocaust-Schicksale erfand, nun tot aufgefunden wurde, beschäftigt einige Medien: War es richtig, wie ihre Geschichte öffentlich enttarnt wurde?

Auch sonst gibt es wieder einiges zu diskutieren: Können Journalistinnen und Journalisten die Polizei als priviligierte Quelle betrachten? War die Nennung der Herkunft des Täters von Frankfurt angemessen?

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Medienlog 22. bis 24. Juli 2019

Der Streit zwischen Wirecard und Financial Times nimmt Fahrt auf: Gibt es Kursverluste, weil die FT Unregelmäßigkeiten aufgedeckt hat? Oder schreibt sie das Dax-Unternehmen gezielt schlecht, um den Kurs nach unten zu treiben? Gegen diesen Vorwurf whert sich die FT und will ihre Wirecard-Berichterstattung jetzt extern überprüfen lassen.

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Medienlog 15. bis 17. Juli 2019

Mamchmal gibt es auch kleine Lichtblicke: Im britischen Bristol werden lokaljournalistische Recherchen durch eine Genossenschaft finanziert. Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen Correctiv-Chefredakteur Oliver Schröm eingestellt. In der Türkei wurde der ROG-Vertreter Erol Önderoğlu freigesprochen.

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Medienlog 8. bis 10. Juli 2019

Für die Zeitungen der DuMont-Gruppe scheinen sich nicht viele Medienhäuser zu interessieren. Für Springer interessiert sich der Investor KKR, aber der findet WELT und WELT am Sonntag wohl begrenzt überzeugend. In Ostwestfalen setzt sich der Trend zu Zentralredaktionen und Tariffluch fort. Die Vielfalt soll durch gute lokale Inhalte gesichert sein.

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Medienlog 4. bis 7. Juli 2019

„Mit Frack und Linse durch Politik und Gesellschaft“ – das war das Motto von Erich Salomon, der heute vor 75 Jahren in Auschwitz ermordet wurde, wie der Deutschlandfunk erinnert. Salomon, der spät zu Fotografie kam, erfand zwischen den beiden Weltkriegen quasi den Bildjournalismus: Statt der damals üblichen gestellten Aufnahmen fertigte er  Schnappschüsse, etwa im Reichstag, bei Versammlungen des Völkerbundes und bei internationalen Konferenzen in Genf, Paris, Berlin, Lugano, Rapallo und Den Haag.

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Medienlog 1. bis 3. Juli 2019

Es ist eben doch nicht so leicht, ein Paket aus unterschiedlich erfolgreichen Tageszeitungen und vorwiegend darbenden Boulevardblättern zu verkaufen. Das stellt die Kölner Mediengruppe DuMont fest und vertröstet die Beschäftigten: Im September können sie auf weitere Nachricht hoffen, wie es für sie weitergeht.

Madsack führt ein neues digitales Abomodell ein, das auch eine Art Brötchentaste umfasst.  Wie es überhaupt mit dem Thema Paid Content weitergehen könnte, zeigt eine aktuelle Studie.

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Medienlog vom 20. bis 22. Mai 2019

Zwei lange Videos beschäftigen die Medien: Das von Ibiza wird vermutlich noch eine ganze Weile nachhallen – auch mit der Frage, ob Journalistinnen und Journaisten an der Entstehung beteiligt waren. Sieben Stunde soll es umfassen, bisher haben Medien nur aausgewählte Stellen veröffentlicht.

Das zweite Video ist ein 55-minütiger Rant des Youtubers Rezo gegen die CDU (und nebenbei auch gegen die SPD), inzwischen millionenfach geklickt. Rezo ist sonst auf dem Themenfeld Musik und Comedy unterwegs und nutzt nun seine Reichweite, um poltisch Stellung zu beziehen.

So ähnlich gehen es die „neuen Rechten“ wohl ganz strategisch an, indem sie in den sozialen Medien wie Influencer zu ganz unverfänglichen Themen auftreten, die „nebenbei“ ihre braune Gesinnung transportieren.

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