Medienlog 21. bis 23. Januar 2019

Hat Journalismus ein Zukunft? fragt The New Yorker. Wie es mit dem Journalismus weitergehen könnte, hat der journalist verschiedene Kolleginnen und Kollegen gefragt. Ob Redaktionen ihre Kommentarspalten nicht besser moderieren könnten, fragt Alex Urban, Admin der Gruppe #ichbinhier.

Wie es dem Journalismus so geht, schaut sich epd Medien seit 70 Jahren an.

Das und mehr heute neu oder aktualisiert im Medienlog.

 

„Medienlog 21. bis 23. Januar 2019“ weiterlesen

Medienlog 15. bis 16. Januar 2019

Zwei wichtige Urteile sind in Sachen Pressefreiheit ergangen: Buzzfeed darf den Namen des Abtreibungsgegners Yannic Hendricks nennen. Der hatte das mit einer einstweiligen Verfügung verbieten wollen, die das Landgericht Düsseldorf nun zurückgewiesen hat.

Die FAZ hat beim Bundesgerichtshof einen Erfolg zum Thema „presserechtliche Informationsschreiben“ errungen. Mit denen drohen Medienrechtskanzleien Journalisten gerne mal rechtliche Konsequenzen an, falls dese angeblich rechtswidrige Informationen über Mandanten veröffentlichen sollten. Dem BGH zufolge sind presserechtliche Informationsschreiben unzulässig, wenn sie keine konkreten Informationen zu möglichen Persönlichkeitsverletzungen durch geplante Presseberichte enthielten.

Weniger gut ging es in Montenegro für Investigativ-Journalist Martinovic aus: Er muss eineinhalb Jahre in Haft.

Was es sonst gab, wie immer neu oder aktualisiert im jonet-Medienlog.

 

„Medienlog 15. bis 16. Januar 2019“ weiterlesen

Medienlog 7. bis 9. Januar 2019

Wie war denn nun die deutsche Berichterstattung, als 2015 und 2016 so viele Geflüchtete kamen? Das haben Forscher der Uni Mainz unersucht und kamen zum Ergebnis: Faktisch haben die Medien überwiegend richtig berichtet, aber in der Haltung nicht unbedingt ausgewogen.

Um Aufarbeitung geht es es auch bei einer zehnteiligen Podcast-Reihe des STERN:  Unter dem Titel „Faking Hitler“ will die „wahre Geschichte der gefälschten Hitler-Tagebücher“ aufarbeiten.

Beim Fall Relotius fehlt diese zeitliche Distanz noch. Im Augenblick ist die Branche eher etwas ratlos, was davon zu halten ist, dass ein Unbekannter in Relotius‘ Namen auf Interview-Tour geht.

Das und mehr heute neu oder aktualisiert im Medienlog.

 

„Medienlog 7. bis 9. Januar 2019“ weiterlesen

Medienlog 2. bis 4. Januar 2019

Spex ist Geschichte, Viva ist Geschichte, die nächsten Zeitungstiteln fusionieren. Die Branche versucht immer noch, den Fall Relotius zu verarbeiten. Und Journalist*innen sind in vielen Ländern bedroht. Das neue Medienjahr wird sich vom alten wohl nicht so sehr unterscheiden.

Das Medienlog schaut weiterhin ein- bis zweimal pro Woche drauf und sammel die lesenswerten Beiträge zu #Journalismus und #Medien.

 

„Medienlog 2. bis 4. Januar 2019“ weiterlesen

Medienlog 3. bis 5. Dezember 2018

Damit Menschen wirklich informiert sind und entscheiden können, wem sie trauen können, müssen sie mehr darüber wissen, wie die klassischen und die sozialen Medien funktionieren. Unter dem Motto: „Der Leser wird zu seinem eigenen Chefredakteur“ will die Reporterfabrik dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen verstehen, wie Journalistinnen und Journalisten arbeiten, was genau hinter dem Konzept Journalismus steckt. Das Projekt des gemeinnützigen Rechercheprojekts Correctiv startet in die Betaphase.

Eine ordentliche Portion Informationskompetenz können die Menschen gerade wieder brauchen, wenn es darum geht, wie Medien über den gewaltsamen Tod einer 17-Jährigen in Sankt Augustin berichten.

Außerdem: Wie klappt’s mit dem Crowdfunding? Sind mehr länderübergreifende Recherchen nötig, um zum Beispiel eine europäische Perspektive aus den Umgang mit Populisten zu gewinnen?

Das und mehr neu oder aktualisiert im Medienlog.

„Medienlog 3. bis 5. Dezember 2018“ weiterlesen

Medienlog 26. bis 28. November 2018

Weil die Ministerpräsidenten demnächst entscheiden müssen, wie hoch der Rundfunkbeirag künftig ausfällt, können  wir auf die nächste Runde in diesem ewigen Meinungskampf einstellen: Braucht es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk? Und wenn ja, wie soll er ausgestaltet werden?

Die Fürsprecher werden unter anderem aufs Grundgesetz verweisen, und das gibt es dann in einer neuen, schön aufbereiteten Form: als Magazin. Wie es in Ländern aussieht, die die Pressefreiheit weniger hochhalten, zeigt das Medienlog auch diesmal wieder.

Was es sonst gibt, wie immer nue oder aktualisiert im jonet-Medienlog.

„Medienlog 26. bis 28. November 2018“ weiterlesen

Medienlog 19. bis 21. November 2018

Im Streit mit CNN hat das Weiße Haus nachgegeben. Jim Acosta hat seine dauerhafte Akkreditierung zurück. Aber die Medien zahlen einen Preis: Künftig gelten strengere Regeln für die Pressekonferenzen. Wer sich nicht dran hält, kann die Akkreditierung verlieren. Trump hofft wohl, unliebsame und hartnäckig nachfragende Korrespondenten so in Schach halten zu können.

Nicht hartnäckig genug sind vor allem Regional- und Lokalzeitungen, wenn es im die AfD geht. Da haben sie Nacholbedarf gegenüber den Überregionalen Medien, die inzwischen aus ihren Fehlern gelernt haben. Das zeigt die neue Studie der Otto-Brenner-Stiftung, die sich zum zweiten Mal angeschaut hat, wie Medien mit der AfD umgehen.

Personalien finden eher selten ihren Weg ins Medienlog. Wenn Anke Schäferkordt nach 27 Jahren die RTL Group verlässt. ist das aber tatsächlich das Ende einer Ära.

Das und mehr heute neu der aktualisiert im Medienlog.

 

„Medienlog 19. bis 21. November 2018“ weiterlesen

Medienlog 5. bis 7. November 2018

Die sehenswerte Dokumentation „Mission Wahrheit“ hat es heute ins Medienlog geschafft, auch wenn wir sonst eher keine Fernsehtipps geben.  Vor dem Hintergrund wirkt es besonders befremdlich, wenn politische Journalisten bzw. sich ganze Redaktionen sich zum Fürsprecher für einzelne Politiker machen, gerade zu für sie werben.

Interessant aber andererseits auch die Frage nach der medialen Überhöhung im Investigativjournalismus. Wird zum Beispiel im aktuellen Fall „Football Leaks“ das Verkaufen der Geschichte vielleicht wichtiger als die Geschichte selbst?  Und wie viel Resonanz kann man nach erfolgreichen Recherchen erwarten?

Das und mehr heute neu oder aktualisiert im jonet-Medienlog.

 

„Medienlog 5. bis 7. November 2018“ weiterlesen

Medienlog 29. bis 31. Oktober 2018

Verfolgt, verhaftet, ermordet: Für Journalistinnen und Journalisten ist 2018 kein gutes Jahr.  Verschiedene Organisationen zählen schon jetzt 52 oder sogar 74 Medienschaffende, die wegen ihres Berufs getötet wurde. Rund 337  sitzen derzeit weltweit in Gefängnissen.

Zugleich ziehen die verbalen Angriffe rechtspopulistischer Politiker immer häufiger auch körperliche Gewalt auf Journalistinnen und  Journlaisten nach sich. Das zeigt sich nicht nur in den USA, sondern auch in Brasilien, wo Anhänger von Jair Bolsonaro während des Wahlkampfs Journalisten bedrohten und angriffen.

Das und mehr heute neu oder aktualisiert im Medienlog.

 

„Medienlog 29. bis 31. Oktober 2018“ weiterlesen

Medienlog 22. bis 24. Oktober 2018

Dürfen Journalistinnen und Journalisten auch Aktivisten sein? Wie viel Haltung darf oder muss in ihrer Arbeit stecken? Ist es ok, wenn sie bei Recherchen mit Organisationen kooperieren und sich von ihnen finanzieren lassen?  Die Frage nach der Haltung hat gerade (mal wieder) Konjunktur. Das zeigen direkt mehrere Texte in der heutigen Sammlung.

Das und mehr heute im aktuellen Medienlog.

 

„Medienlog 22. bis 24. Oktober 2018“ weiterlesen

Medienlog 10. bis 12. Oktober 2018

Der bessere Schutz von Journalistinnen und Journalisten ist weltweit ein Thema. Das zeigt auch das aktuelle Medienlog.

Was ist mit Jamal Khashoggi passiert? Seit Tagen wird der regierungskritische saudische Journalist in der Türkei vermisst. Jetzt soll es Belege geben, dass er im Konsulat seines Landes in Istanbul ermordet wurde.

Ist die bulgarische TV-Moderatorin Viktorija Marinowa doch nicht wegen ihrer Arbeit umgebracht worden? Ein Verdächtiger wurde in Deutschland gefasst und soll nach Bulgarien ausgeliefert werden.

„Medienlog 10. bis 12. Oktober 2018“ weiterlesen

Medienlog 24. bis 28. September 2018

Wie zu erwarten, gibt es Wirbel um den Erdogan-Besuch.  Die Türkei fordert Can Dündars Auslieferung. Der wiederum verzichtet auf die Teilnahme an der Pressekonferenz, um diese nicht zu sprengen. Bei der wird ein Journalist aus dem Saal geführt, weil er ein T-Shirt mit einer politischen Botschaft trägt.

Empörung gab es diese Woche auch, als in Österreich ein Schreiben aus dem Innenministerium an die Polizei auftauchte, demzufolge die Kommunikation mit „bestimmten Medien“ auf das „nötigste Maß“ beschränkt werden sollte.

Das uns mehr heute neu oder aktualisiert im Mdienlog.

 

„Medienlog 24. bis 28. September 2018“ weiterlesen

Medienlog 18. bis 21. September 2018

Wie viel Haltung und wie viel Meinung brauchen wir im Journalismus? Diese Frage stellt sich gerade mal wieder, und die Antwort variiert auch je nach – ja – Haltung und Meinung desjenigen, der sich dazu äußert. Klar ist: Die Markmechanismen drängen den Journalismus gerade eher weg von der sorgfältigen Recherche, hin zu klickstarken Meinungsstücken.

Wie gelingt es, Journalistinnen und Journalisten bei ihrer Arbeit besser zu schützen?  Braucht es bessere Schulungen für Einsatzkräfte? Klar ist jedenfalls, dass Die Zahl der Zugriffe in Deutschland gerade zunimmt. Und dass Medieschaffende vor allem gefährdet sind, wenn Rechte und Rechtsextreme marschieden.

War der im Hambacher Forst zu Tode Gestürzte Journalist, Blogger oder Aktivist: Die Meinungen gehen da auseinander. Klar ist: Er hat auf seine Art versucht, Öffentlichkeit herzustellen.

Das und mehr heute neu oder aktualisiert im Medienlog.

 

„Medienlog 18. bis 21. September 2018“ weiterlesen

Medienlog 10. bis 12. September 2018

Ein weiterer, vielleicht der endgültige Nackenschlag gegen unabhängigen Journalismus in der Türkei: Die Stiftung hinter der traditionsreichen Zeitung Cumhuriyet wurde von Gegnern einer kritischen Berichterstattung übernommen. Der Chefredakteur und einige Kollegen mussten sofort gehen, andere Redakteurinnen und Redakteure haben das Blatt freiwillig verlassen.

Das und mehr heute neu oder aktualisiert im jonet-Medienlog.

 

„Medienlog 10. bis 12. September 2018“ weiterlesen

Medienlog 4. bis 7. September 2018

Dass Trump sich über den anonymen Text in der New York Times aufregen und die Offenlegung des Namens fordern würde, war zu erwarten. Neben der NYT hat sich auch die Washington Post auf anonyme Quellen gestützt. Deswegen ist dort die Debatte um die Glaubwürdigkeit der beiden Zeitungen entbrannt. Denn in den USA ist es sehr viel unüblicher als in Deutschland, wo Medien sich gerne auf die berühmten „gut unterrichteten Kreise“ berufen.

Was es sonst gab, wie immer neu oder aktualisiert im Medienlog.

 

„Medienlog 4. bis 7. September 2018“ weiterlesen

Medienlog 30. August bis 3. September 2018

Drei Monate war der US-amerikanische Journalismusforscher Jay Rosen in Deutschland und hat sich angeschaut, wie Medien hier arbeiten, auf welchem Selbstverständnis sie basieren. Sein Fazit fasst er unter anderem in einem Brief an die deutschen Journalistinnen und Journalisten zusammen. Eine Erkenntnis: „Die fünfte Säule – sei cool, distanziert und objektiv – steht in einem erkennbaren Spannungsverhältnis zur vierten Säule: Verteidige die Demokratie und tritt für die Würde aller Menschen ein. Dieses Spannungsverhältnis ist produktiv. Lernen Sie, damit umzugehen. Vertrauen Sie niemandem, der es beseitigen will.“

Das und mehr heute neu oder aktualisiert im jonet-Medienlog.

„Medienlog 30. August bis 3. September 2018“ weiterlesen

Medienlog 27. bis 29. August 2018

Die Vorgänge in Sachsen und die Pressefreiheit bleiben als Themen aktuell. Gegen Journalisten gerichtete Gewaptfantasien einer AfD-Untergruppierung kommen hinzu.

Aber wie gut gehen Medien mit allen diesen Themen um? Das diskutieren Journalistinnen und Journalisten  untereinander zum Beispiel auf Twitter. Das hat sich aber auch der US-Journalismusforscher Jay Rosen gefragt, der gerade drei Monate in Deutschland verbracht hat. Sein Fazit: So richtig wissen deutsche bzw. europäische Medien noch nicht, wie sie mit Rechtspopulismus umgehen. Aber sie seien bei diesem Thema schon weiter als in den USA.

Das und mehr wie immer neu oder aktualisiert im jonet-Medienlog.

 

„Medienlog 27. bis 29. August 2018“ weiterlesen

Medienlog 20. bis 22. August 2018

Der Polizeieinsatz gegen ein ZDF-Team in Dresden sorgt weiter für Kritik. Kann es wirklich sein, dass die sächsischen Einsatzkräfte so wenig von Pressefreiheit  wissen? Und dass sie das sichere Arbeiten von Journalistinnen und Journalisten dem sächischen Miniterpräsidenten Michael Kretschmer so egal ist? Gerade wird auch noch bekannt, dass der der Pegida-Demonstrant, der das Kamerateam angegriffen und die Polizeit gerufen hat, ein Mitarbeiter des LKA Sachsen war.

Was es sonst gab, wie immer neu oder aktualisiert im jonet-Medienlog.

 

„Medienlog 20. bis 22. August 2018“ weiterlesen