Medienlog 9. bis 13. September 2019

Heute mal gute Nachrichten aus der Türkei: Der österreichische Journalist Max Zirngast ist von einem Gericht freigesprochen worden, ebeno fünf Kollegen von Cumhuriyet. Deniz Yücel scheitert dagegen vor Gericht mit seiner Forderung nach Schadenersatz für die Haft.

Gute Nachrichten erwartet die taz in Sachen Transparenz des BND: Hier hatte Jost Müller-Neuhof vom Berliner Tagesspiegel auf Auskunft über Hintergrundgespräche geklagt. Das Urteil soll kommende Woche kommen.

Eine Niederlage kassierten die deutschen Verlage mit ihrem Leistungsschurtzrecht vor dem EuGH. Das werden manche als gute und andere als schlechte Nachricht werten. Das und mehr heute nue oder aktualisiert im Jonet-Medienlog.

 

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Medienlog 29. August bis 3. September 2019

Wer will Journalist*in werden – und wer wird es? Die Zusammensetzung der Redaktionen hat Einfluss darauf,  welche Realität die Medien abbilden. Das betrifft Genderperspektiven genauso wie  Herkunft, Schicht, Bildungsstand der Eltern. Mit Diversity in Redaktionen beschäftigen sich im aktuellen Medienlog die taz, die Süddeutsche Zeitung und der journalist, der zudem noch die Frage stellt, wie Redaktionen künftig ihren Nachwuchs rektrutieren, wenn die Branche eher an Atrraktivität verliert.

Das und mehr heute neu oder aktualisiert im jonet-Medienlog.

 

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Medienlog 26. bis 28. August 2019

In den USA gibt es eine Kampagne gegen Trump-kritische Journalistinnen und Journalisten, wie die New York Times berichtet. Danach sollen konservative Kreise versuchen, gezielt den Ruf einzelner Medienvertreter zu beschädigen.

Noch bedrohlicher die Situation für deutsche Journalistinnen und Journalisten sein, die auf den „Todeslisten“ der Rechtsextremisten stehen. Diese Kolleginnen und Kollegen haben das Recht, über diese Bedrohung infomiert zu werden, fordern die Neuen Deutschen Medienmacher in einem offenen Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer, und mehrere Journalistenverbände haben sich dieser Forderung angeschlossen.

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Medienlog 19. – 23. August 2019

Mimimi … da hat mich jemand kritisiert. Und dann noch einer mit blauen Haaren. Und jung ist er. Dabei liest er keine Printzeitungen mehr.  Ganz anders drauf ist Hartmut Brings: Er ist der Mann für alles beim „Spiekerooger Inselboten“, ein Printprodukt im Ein-Mann-Betrieb. Ohne online. Nicht vergessen ist der Mord an dem slowakischen Journalisten Ján Kuciák. es wird weiter ermittelt. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #Medienlog.

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Medienlog 15. – 18. August 2019

Manchmal kommt mir die (Medien)Welt vor wie ein Kindergarten: Du hast was über mich gesagt, was mir nicht gefällt. Deswegen rede ich nicht mehr mit dir, aber schlecht über dich. Nach jeder Meinungsäußerung wird gestänkert und gehetzt, was das Zeug hält. Egal, um was es geht. Wie soll denn da was Konstruktives entstehen? Natürlich geht es nicht, Gelesenes/Gehörtes ungeprüft zu übernehmen, auch oder gerade, wenn es von der Polizei kommt. Und: Verschwörungstheorien sind nun mal keine Fakten. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert, im #Medienlog. „Medienlog 15. – 18. August 2019“ weiterlesen

Medienlog 12. bis 14. August 2019

Journalistinnen und Journalisten im Fadenkreuz der Rechten – darum geht es in einem der Beiträge bei Zapp. Auch auf den sogenannten Feindeslisten des rechtsextremen Netzwerks Nordkreuz aus Mecklenburg-Vorpommern stehen Journalistinnen und Journalisten. Muss das BKA diese Listen herausgeben? Das fordert der freie Journalist und Aktivist Arne Semsrott und klagt deswegen.

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Medienlog 5. bis 11. August 2019

Wenn’s mal schnell gehen muss … kommen die sozialen Medien gerade recht. Oder? Und wie haltet Ihr es dann mit der Verifizierung? Die Erde ist eine Scheibe und Rassisten gibt es nicht. Meint Fox News. Gibts die überhaupt? Vermutlich in ihrer eigenen Filterblase. Also dem digitalen Dorf, in dem man sich oft unangenehm nahe kommt. Und dann auch schnell mal den Medienanwalt einschaltet. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #Medienlog „Medienlog 5. bis 11. August 2019“ weiterlesen

Medienlog 1. bis 4. August 2019

Wieder ist die Diskussion entfacht, ob und wie die Nationalität von Täter*innen genannt werden soll. Das ist allerdings nicht der Grund, warum die ihr-wisst-schon-welche-Partei die Bundesregierung mit Massenanfragen zur Berichterstattung  zuschüttet. Was wird aus Bild und BamS, Welt und WamS, wenn KKR Springer übernimmt? Woanders wird die Pressefreiheit immer weiter eingeschränkt, Journalistinnen und Journalisten sind in vielen Ländern in Lebensgefahr. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #Medienlog.

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Medienlog 29. bis 31. Juli 2019

Dass die Bloggerin Marie Sophie Hingst, die jahrelang über ihre erfundene jüdische Familiengeschichte schrieb und Holocaust-Schicksale erfand, nun tot aufgefunden wurde, beschäftigt einige Medien: War es richtig, wie ihre Geschichte öffentlich enttarnt wurde?

Auch sonst gibt es wieder einiges zu diskutieren: Können Journalistinnen und Journalisten die Polizei als priviligierte Quelle betrachten? War die Nennung der Herkunft des Täters von Frankfurt angemessen?

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Medienlog 25. und 26. Juli 2019

Dass die Vielfalt in Redaktionen noch lange nicht so ist, wie sie sein sollte, daran könnten die Medien arbeiten. Dass manche Haltungen aber auch mit mehr Diversität vermutlich nicht besser werden, lässt die Berichterstattung über die Kita in Leipzig befürchten (Stichwort: Schweinefleischverzicht). Deutschlands bekanntestes Boulevardblatt schwankt unter seinem Chefpropagandisten immer weiter rechts. Das und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #Medienlog.

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Medienlog 22. bis 24. Juli 2019

Der Streit zwischen Wirecard und Financial Times nimmt Fahrt auf: Gibt es Kursverluste, weil die FT Unregelmäßigkeiten aufgedeckt hat? Oder schreibt sie das Dax-Unternehmen gezielt schlecht, um den Kurs nach unten zu treiben? Gegen diesen Vorwurf whert sich die FT und will ihre Wirecard-Berichterstattung jetzt extern überprüfen lassen.

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Medienlog 18. bis 20. Juli 2019

Tatsachen beim Namen nennen – eine grundsätzliche Aufgabe von Journalist*innen. Warum eigentlich nicht öfter? Vielleicht wegen der Morddrohungen, die man dann bekommt? Warum will niemand mehr im Journalismus arbeiten? Weil es zu wenig Zeit für Recherche und Hintergrundberichte gibt? Oder zu wenig Diversität in den Redaktionen und bei den Themen? Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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Medienlog 15. bis 17. Juli 2019

Mamchmal gibt es auch kleine Lichtblicke: Im britischen Bristol werden lokaljournalistische Recherchen durch eine Genossenschaft finanziert. Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen Correctiv-Chefredakteur Oliver Schröm eingestellt. In der Türkei wurde der ROG-Vertreter Erol Önderoğlu freigesprochen.

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Medienlog 11. bis 13. Juli 2019

Auch wir zitieren immer wieder mal Umfragen. Was genau dort gemessen wird, zeigt Katherine M. Engelke bei EJO. Sie muss nicht gemessen werden, sie muss sein: Pressefreiheit. Muss auch sein: unterschiedliche Perspektiven in den Medienbetrieben, auch Diversität genannt. Und eine erhellende Perspektive hat Barbara Hans, Chefredakteurin beim Spiegel. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #Medienlog.

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Medienlog 8. bis 10. Juli 2019

Für die Zeitungen der DuMont-Gruppe scheinen sich nicht viele Medienhäuser zu interessieren. Für Springer interessiert sich der Investor KKR, aber der findet WELT und WELT am Sonntag wohl begrenzt überzeugend. In Ostwestfalen setzt sich der Trend zu Zentralredaktionen und Tariffluch fort. Die Vielfalt soll durch gute lokale Inhalte gesichert sein.

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Medienlog 4. bis 7. Juli 2019

„Mit Frack und Linse durch Politik und Gesellschaft“ – das war das Motto von Erich Salomon, der heute vor 75 Jahren in Auschwitz ermordet wurde, wie der Deutschlandfunk erinnert. Salomon, der spät zu Fotografie kam, erfand zwischen den beiden Weltkriegen quasi den Bildjournalismus: Statt der damals üblichen gestellten Aufnahmen fertigte er  Schnappschüsse, etwa im Reichstag, bei Versammlungen des Völkerbundes und bei internationalen Konferenzen in Genf, Paris, Berlin, Lugano, Rapallo und Den Haag.

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Medienlog 1. bis 3. Juli 2019

Es ist eben doch nicht so leicht, ein Paket aus unterschiedlich erfolgreichen Tageszeitungen und vorwiegend darbenden Boulevardblättern zu verkaufen. Das stellt die Kölner Mediengruppe DuMont fest und vertröstet die Beschäftigten: Im September können sie auf weitere Nachricht hoffen, wie es für sie weitergeht.

Madsack führt ein neues digitales Abomodell ein, das auch eine Art Brötchentaste umfasst.  Wie es überhaupt mit dem Thema Paid Content weitergehen könnte, zeigt eine aktuelle Studie.

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Medienlog 23. bis 29. Juni 2019

„Es ist einer der heißesten Tage in diesem Berliner Sommer. Die Blätter der Linden vor dem Fenster hängen schlapp herab, kaum jemand ist unterwegs. Über dem Asphalt flirrt die Luft,  von ferne ertönt die Sirene eines Rettungswagens“.

Auch wenn Storytelling immer noch als heißer Scheiß gehypt wird, sind (ausgedachte) szenische Einstiege im Journalismus nach Relotius verpönt.

Auch ist nicht immer alles Echtzeit, was man im Radio hört. Waslive ist und was nicht, kriegen Zuhörer*innen oft nicht mit.

Immer am Puls der Zeit sind die wöchentlichen Berliner Bezirksnewsletter des Tagesspiegels. Und ist es auch nicht auch ein Zeichen der Zeit, im Journalismus so schreiben, dass sich auch Frauen* angesprochen fühlen? genderleicht.de machts möglich.

Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert, im #medienlog.

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Medienlog 10. bis 22. Juni 2019

Weil wir länger Pause gemacht haben, könnt Ihr jetzt länger lesen. Wird es politisch korrekter, wenn Zeitungen keine politischen Cartoons mehr drucken? Welche Zeitungen lest Ihr, weil Ihr keine Alternative habt? Während einerseits Paid-Content (gefühlt) zunimmt, sind andererseits die Nutzer*innen wenig motiviert, dafür zu bezahlen. Fehler machen? Gehört dazu. Mit Fehlern umgehen zu können, ist eine andere Sache. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert, im #Medienlog.

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