Medienlog 13. bis 15. August 2018

Die einen freuen sich über die Riesenreichweite, die anderen sorgen sich um echte Medienvielfalt: Immer weniger Zeitungen produzieren ihren Mantelteil noch selbst. Diesen Trend zu immer größeren Einheiten schaut sich ZAPP heute Abend an.

Beim Spigel rücken Print- und Online-Einheit gesellschaftsrechtlich schon mal näher zusammen. Das ist eine Voraussetzung, um dann irgendwann auch die Redaktionen zusammenführen zu können.

Die taz freut sich über einen Spendenrekord und denkt trotzdem schon mal darüber nach, wie das Leben ohne Print aussehen könnte.

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Medienlog 10. und 11. August 2018

„Darf man das menschenverachtend nennen? Darf man das noch Journalismus nennen?“ fragt@nicolediekmann, ZDF-Reporterin, nachdem die Bild freudig erregt zu sein schien,  dass Assma Assad, die Frau des syrischen Diktators, an Brustkrebs erkrankt ist. Während die Zeitung von Gottesstrafe faselt, beschäftigt sich jetzt der Presserat mit der Berichterstattung.

Auch wenn ich manche Zeitungen für komplett überflüssig halte, freue ich mich über das Ergebnis einer Studie, die Printmedien eine Zukunft voraussagt.

Die Deutsche Welle schränkt ihr Kommentarfunktion bei Meinungsstücken ein, weil das Niveau der Drohungen und Beleidigungen unerträglich geworden seien.

Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

Übrigens: Nur zwei Antworten auf Diekmanns Frage sind richtig. Ja, das ist menschenverachtend. Nein, das ist kein Journalismus mehr.

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Medienlog 9. August 2018

Nachdem mehrere Plattformen die Inhalte von Verschwörungstheoretiker Jones verbannt haben, beschwört Twitter die Redefreiheit und verzichtet die Sperrung. Zugleich trendet die Infowar-App im Google Play Store.

Soviel zur Frage, wie Inhalte zu den Nutzern kommen. Dazu passen auch ein paar Blicke in die Zukunft: Welche Printmedien bleiben relevant? Findet Roboterjournalismus Akzeptanz beim Publikum? Entwickeln Messenger sich noch zu einem relevaten Vertriebskanal zu Medieninhalte? Und müssen Internetkonzerne Terrorinhalte künftig löschen?

A prospos Zukunft: In „Zurück in die Zukunft II“, aber auch in vielen weiteren amerikanischen Filmen und Serien taucht durch die Jahrzehnte immer mal wieder eine bestimmte Zeitung auf. Über dem Bild einer lächenden jungen Frau ist zu entziffern : „Sie ist das dritthellste Köpfchen – aber ein schwer zu sehendes ‚Mädel'“. Was es damit auf sich hat, verrät Spiegel Online in seiner Rubrik einestages.

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Medienlog 4. bis 8. August 2018

Wenn Spiegel online mit der Meldung „Mit Lippenstift zur jüngsten Milliardärin der Welt“ aufmacht, kann das ein Zeichen fürs Sommerloch sein oder für den journalistischen Untergang des Hamburger Magazins. Stabil halten sich die Straßenzeitungen in Deutschland, auch wenn für die Digitalisierung sie ziemlich herausfordert . Weniger anspruchsvoll sind inzwischen die Sommerinterviews mit Politiker*innen  – wenig Inhaltliches, stattdessen viel Blabla und heiße Luft. Und das ist nicht nur eine Frage des Wetters. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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Medienlog 2. und 3. August 2018

Wo gibt es denn sowas? Journalist*innen sollen bezahlen, wenn sie berichten wollen. Das gab es noch nie: dass ein schwarzer Fotograf (und schon gar nicht eine schwarze Fotografin) das Titelbild für die Vogue fotografiert hat. Das gibt es wohl auch nicht oder vielleicht auch doch:  eine  Doku über schwarze Menschen in Wien und ihre Erfahrungen mit Rassismus. Das alles und noch viel mehr, gibt es wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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Medienlog 26. Juli bis 1. August 2018

Mit der Pressefreiheit hakt es wieder – in Ungarn, in der Türkei, in Kolumbien und auf den Philippinen.

In den USA ist die Situation gespalten. Hier können „unangemessene Fragen“ dazu führen, dass man von Pressekonferenzen des Weißen Hauses ausgeschlossen wird. Zugleich profitieren einige Qualitätsmedien von der politischen Situation.

Und Deutschland? Ist einerseits „die beste Medienschule“ und andererseits lassen Journalisten sich vom Rechtpopulismus in Versuchung führen.

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Medienlog 19. bis 21. Juli 2018

„Would“ oder „would not“: Egal, was Herr Trump sagt, die Medien sind schuld, wenn er es anders meint. Retten oder lassen. Der Zeit-Artikel spaltet nicht nur Facebooker und Twitterer, sondern auch die Medien selbst. News oder Smartphone. Geht beides für Jugendliche. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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Medienlog 16. bis 18. Juli 2018

Wenn die EU-Richtlinie zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen so umgesetzt wird, wie es derzeit geplant ist, könnte dies den investigativen Journalismus stark gefährden. Denn nach jetzigem Stand stehen Unternehmensinteressen wesentlich stärker im Mittelpunkt als beim derzeit geltenden Recht.

Die bisherige juristische Abwägung zwischen dem Interesse der Öffentlichkeit, der Pressefreiheit und den Interessen der Betroffenen würde dadurch verschoben. Investigative Recherchen, vor allem aber die Veröffentlung der Ergebnisse, würden deutlich erschwert. Vieles müsste dann vor Gericht durchprozessiert werden, um überhaupt – und dann mit großer Verzögerung – ans Licht der Öffentlichkeit zu gelangen.

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Medienlog 6. bis 8. Juli 2018

Schon wieder sind in der Türkei Journalisten zu  mehreren Jahren Gefängnis verurteilt worden. Knapp 62 Prozent der deutschen Tageszeitungen werden von nur zehn Verlagsgruppen herausgegeben. Lokaljournalismus sollte mehr  als Lobhudelei des Bürgermeisters. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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Medienlog 28. Juli bis 5. Juli 2018

Den Untergang der Meinungsfreiheit beschreien beide Seiten: Gegner und Befürworter sind in eine Meinungsschlacht um Urheberrechtsreform ud Leistungsschutzrecht auf EU vertieft.

Um Meinungsfreiheit geht es auch in den Diskussionen um die Social-Media-Richtlinie des ORF: Dürfen Journalisten twittern, was sie persönlich denken, oder geben sie das Recht auf eine öffentlich erkennbare Haltung mit der Unterschrift auf dem Redakteursvertrag ab?

Was es sonst gab, wie immer neu oder aktualisiert im Medienlog.

 

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Medienlog 19. – 22. Juni 2018

Die einen sind die Lobbyisten, die anderen die Influencer  – Politiker*innen beeinflussen wollen beide und haben dabei auch Erfolg mit ihrem Storytelling. Auch Journalist*innen erzählen Geschichten. Dabei sollten sie aber nicht in Schubladen denken und durch bestimmte Themen- und Wortwahl die öffentliche Meinung einseitig beeinflussen.  Schluss mit dem Gerede ist jetzt bei Viva, das Musikfernsehen ist Vergangenheit. Eine große Klappe haben auch die selbsternannten Sportkommentaren vom digitalen Stammtisch: Sie sind abwertend, sexistisch, unterirdisch, wenn eine Frau ein Fußballspiel kommentiert. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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Medienlog vom 8. Juni 2018

Der Morgen danach: Seit 20 Jahren schreibe Le Matin rote Zahlen;  jetzt  wird die Printausgabe der Schweizer Tageszeitung eingestellt. Abschreckung oder Vorbild für deutsche Zeitungsverlage? Stärken Zeitungen auch dann die Demokratie, wenn sie nur online sind? Oder wenn sie gegen den Pressekodex verstoßen? Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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Medienlog 4. bis 6. Juni 2018

ORF-Anchorman Armin Wolf hat mit seinem Putin-Interview ein journalistisches Lehrsstück abgeliefert. Dafür gab es international viel Anerkennung, nur aus Russland kam Kritik.

Die Frage, ob Journalisten demonstrieren dürfen, beschäftigt die Branche immer noch und wird jetzt ergänzt durch die Frage, ab welchem Punkt politische Talkshows jemanden auf die Nicht-Gästliste setzen können oder sollten. Dabei ist es eigentlich egal, wer dort sitzt, wenn die Talkshows sowieso die Themen von AfD und Co. verhandeln. Pokitisches Framing macht’s möglich

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Medienlog vom 1. Juni 2018

Vorgetäuschter Journalistenmord: Was ist denn das für eine Nummer? Sexuelle Belästigung: Verantwortung übernehmen ist gut. Noch besser, wenn man(n) dafür sorgt, dass so etwas nicht wieder passieren kann. Journalist*innen und AfD: Gibt es ein Glaubwürdigkeitsproblem oder nicht? Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog

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Medienlog 28. bis 30. Mai 2018

Aus aktuellem Anlass wird mal wieder diskutiert, wie viel eigene Meinung Journalistinnen und Journalisten sich erlauben sollten? Ist es ok, gegen die AfD zu demonstrieren oder ist man dann eingenommen?

Aus dem gleichen Anlass sind die Demoberichte verschiedener Medien in den Fokus geraten: Wer übernimmt in der Berichterstattun über Rechte welche Zahlen, wer welche Begrifflichkeiten?

Aus den USA kommt auch noch eine interessante Frage: Gilt für Bots das Recht auf freie Meinungsäußerung?

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