Medienlog 31. August bis 5. September 2017

Seit mehr als 200 Tagen sitzt Deniz Yücel jetzt in Haft. Er und andere Journalistinnen  und Journalisten werden in der Türkei als Geiseln gehalten. Das, was wir im besten Sinne unter Journalismus verstehen, gilt dort als Verbrechen. Ähnlich ist es in Aserbaidschan, wie der Fall der Kollegin Khadija Ismayilova zeigt. Und wenn man genauer hinschaut, ist Recherche in einigen Ländern der Erde eine echte Bedrohung für Leib und Leben.

Aus der Perspektive spräche viel dafür, bei uns alles dafür zu tun, dass der Journalismus als vierte Gewalt blüht und gedeiht. Aber auch in den reichen westlichen Ländern gerät der aufklärerische Teil des Mediensystems immer wieder unter Druck.

Das und mehr im aktuellen Medienlog.

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Medienlog 22. bis 30.8.2017

So so, das Innenministerium räumt Fehler ein, nachdem es bis vor Kurzem immer hieß, alles sei rechtens gewesen mit den entzogenen Akkreditierungen bei  G20. Seit Februar ist der deutsche Journalist Deniz Yücel in türkischer Haft, seit April die deutsche Journalistin Mesale Tolu. Vom Außenministerium hört man schon länger nichts mehr dazu. In dreieinhalb Wochen wird gewählt, schon jetzt wird sich duelliert, TV-Moderatoren sind mittenmang dabei. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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Medienlog 18. bis 21. August 2017

Je mehr Details zu den entzogenen G20-Akkreditierungen bekannt werden, desto merkwürdiger wird es – und peinlicher für BKA und Bundespresseamt. Längst haben nicht alle Betroffenen eine Begründung gehört. Aber da, wo diese vorliegen, waren die Grundlage für die Entscheidungen mehr als fragwürdig: verwechselte Namen und fehlerhafte Einträge in Datenbanken, darunter falsche Anschuldigungen und irgendwelche Kleinigkeiten, die nie zu einem Eintrag hätten führen dürfen oder längst hätten gelöscht werden müssen.

Das und mehr heute im jonet-Medienlog.

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Medienlog 16. bis 17. August 2017

Das Medienlog treibt sich heute mal auf der Metaebene herum. Die Washington Post hat die Geschichte von Charlottsville mal mit anderem Blickwinkel erzählt – so wie westliche Medien darüber schreiben würden, wenn es ein anderes Land wäre, zum Beispiel in Afrika.

Rainer Stadler philosophiert in der NZZ, ob es eigentlich noch zeitgemäß sei, Autorennamen zu nennen. Schließlich werden Texte in den meisten Redaktionen schnell zu „Inhalten“, die für verschiedene Vertriebswege passend gemacht werden.

Spiegel Online hat eine Transparenzecke eingerichtet. Mit Mit der fehlenden Vielfalt in Redaktionen befassen sich Spiegel Online und Columbia Journalism Review.

Weitere Fundstücke von der Metaebene und aus den Ebenen des Journalismus wie immer neu oder aktualisiert im Medienlog.

 

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Medienlog 12. bis 15. August 2017

Normalerweise sind Geburtstag von Medienleuten hier kein Thema. Wenn aber die Grande Dame der deutschen Medien 75 wird, darf man schon mal nach der Zukunft des Springer-Verlags fragen. Fragen, die Männern im Interview nie gestellt werden, sind heute gleich zwei Mal vertreten. Für wen ist es ein guter Deal, wenn Zuschauermeinungen gekauft werden? Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #Medienlog.

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Medienlog 9. – 11. August 2017

Öffentlich-rechtliches Fernsehen ohne Mehmet Scholl, aber mit Olympischen Spielen. Leo Fischer twittert sich bei der Zeit ins Aus, Zeit online verbreitet einen fragwürdigen Post. Deutsche Journalisten klagen gegen den Entzug ihrer Akkreditierung bei G20, in der Türkei sind gegen 35 Journalisten Haftbefehle erlassen worden. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog

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Medienlog 7. bis 8. August 2017

Seit 100 Tagen ist die deutsche Journalistin Mesale Tolu in türkischer Haft. Genau wie Deniz Yücel braucht sie Unterstützung und viel Aufmerksamkeit.  Journalismus ist kein Verbrechen!

Vier Wochen sind ins Land gegangen, seit 32 Journalisten beim G20-Gipel kurzfristig die bereits genehmigten Akkreditierung entzogen wurde. Die Betroffenen warten bis heute auf Antworten. Einige wollen nun klagen.

Was es sonst gab, wie immer neu oder aktualisiert im jonet-Medienlog.

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Medienlog 5. bis 7.8. 2017

Wer in den Spiegel schaut, sieht nur sich selbst. Wenn man(n) also guckt, nimmt er keine Journalistinnen wahr. Der Spiegel schafft es auch im Jahr 2017, ein journalistisches Investigativteam nur mit Männern aufzubauen. Ach Jungs … Guckt doch mal in die Nachrichtenredaktionen: Sie werden immer häufiger von Frauen moderiert. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog

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Medienlog 2. bis 4. August 2017

Gilt das Urheberrecht auch für Affen? Die Frage hat nichts mit dem dritten Teil von „Planet der Affen“ zu tun, sondern wird gerade juristisch geklärt. Die Tierschutzorganisation Peta hat einen britischen Fotografen verklagt, mit dessen Kamera ein Makake ein Selfie gemacht hat. Weiter Themen sind Kriegsjournalismus, Hass-Sultans und Werbetreibende als Schuldige für Fakenews. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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Medienlog 27. Juli bis 1. August 2017

Schreiben Journalistinnen und Journalisten der (vermuteten) Volksmeinung zu sehr nach dem Maul? Letztens hieß es, Medien hätten die Flüchtlingskrise zu Beginn zu positiv dargestellt. Heute kommt eine Studie auf den Tisch, dass Medien jetzt ein negativ verzerrtes Bild von Geflüchteten zeichnen.

Was es noch gab, wie immer neu oder aktualisiert im Medienlog.

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