Medienlog 15. und 16. Januar 2018

Die Süddeutsche hat Aufholbedarf in Sachen Frauenförderung, arbeitet seit neuestem aber dran, wie in der taz zu lesen ist. die aber auch klarstellt: „Aufwärts ist noch nicht oben“.

Insofern ist es eigentlich lustig, das gerade die Süddeutsche über eine Aktion bei der fransösischen Tageszeitung Le Parisien berichtet. Dort haben sich 77 Frauen symbolisch gemeinsam auf eine vakante Führungsposition beworben, auch wenn sie vermutlich eher nicht genau dem gesuchten Profil entsprechen.  „Bewerbung aus Prinzip“ nennen die Kolleginnen das.

@mediasres beim Deutschlandfunk erinnert an eine Frau, die eine wichtige Rolle in den US-Medien gespielt hat: Katharine Graham, Verlegerin der Washington Post, glaubte den jungen Nachwuchsjournalisten Bernstein und Woodward , die den Watergate-Skandal entdeckt hatten, und machte aus dem bis dahin eher unbekannten Blatt eine der wichtigsten Zeitungen der USA.

Was es sonst gab, wie immer neu oder aktualisiert im jonet-Medienlog.

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Medienlog 12. und 13. Januar 2018

Wenn ein privates Unternehmen seine eigene Regeln aufstellt, entzieht es sich damit seiner gesellschaftlichen Verantwortung? Lässt sich die deutsche Regierung auf ein dreckiges Geschäft mit der Türkei ein, wenn sie Geiseln freikauft? Was kann wirklich helfen gegen Hatespeech? Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

[update]:  Herzlichen Glückwunsch an Über Medien, die sich zum zweijährigen Geburtstag drei Dinge wünschen.

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Medienlog 10. und 11. Januar 2018

Sind die Probleme von Verlagen auf die Macht großer Internetkonzerne zurückzuführen oder eher hausgemacht? Einer Studie der Uni Oxford zufolge sehen Führungskräft von Verlagen das größere Problem derzeit im eigenen Haus. Aber natürlich nicht bei sich selbst und ihrer vergeblichen und (oft ziemlich kopflosen) Suche nach noch mehr Sparpotenzialen und neuen Geschäftsmodellen.  Die Beschäftigten sind schuld, weil sie nicht mitziehen wollen.

Facebook beginnt derweil, in ausgewählten amerikanischen Städten mit einem lokalen Newsfeed zu experimentieren.

Das und mehr heute neu oder aktualisiert im Medienlog.

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Medienlog 7. bis 9. Januar 2018

Ungleiche Bezahlung auch im Journalismus: An der Leistung kann es nicht liegen, weswegen also dann? Was hebt ungleiche Bezahlung auf? Zurücktreten als Betroffene? Zurücktreten als Nichtbetroffener? Vielleicht hilft ja ein Inflationsausgleich, so wie ARD-Wilhelm es fordert (für das Programm, nicht für die Gehälter). Oder eine Umbenennung wie bei Springer.  Ernsthaft: wir leben im 21. Jahrhundert und Frauen werden schlechter bezahlt? Geht gar nicht. Auch nicht im Journalismus. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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Medienlog 5. und 6. Januar 2018

Es ist ja nicht nur die Hetzartikel von AfD-Mitgliedern und ihren Anhänger_innen, die mich sprachlos machen. Sondern auch die Beiträge in einem Debattenmagazin, das sich angeblich „der europäischen Geistes- und Kulturgeschichte“ verschrieben hat und weder eine ideologische noch politische Ausrichtung haben will. Was dort als kritischer Qualitätsjournalismus verkauft wird, ist hanebüchen und weder europäisch noch geistvoll. Wie kritischer Qualitätsjournalismus geht, zeigt Marietta Slomka im Gespräch mit A. Dobrindt. Zweierlei Twitter-Maß bei Hassbotschaften: Satirische Tweets  werden gesperrt, aggressive nicht. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #Medienlog.

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Medienlog 3. und 4. Januar 2018

Wenn demokratische Strukturen in einem Land schwächer und autoritäre Tendenzen stärker werden, ist die Lage der dortigen Medien ein Frühwarnsystem.  Was sagt uns das über die USA, wo Nachrichtenmedien vom Trump-Effekt profitieren? Alles in Ordnung, so lange die Medienpolitik sich nicht ändert?

Und ist es ok, die Entscheidung darüber, wo die Meinungsfreiheit endet, auf private Firmen zu übertragen, wie es seit Anfang Januar das Netzwerkdurchsetzungsgesetz macht?

Das und mehr heute neu oder aktualisiert im Medienlog.

 

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Medienlog 30. Dezember 17 bis 2. Januar 18

So, nun hat es begonnen, das 1968er-Jubiläumsjahr. Da wird auch medial noch einiges auf uns zukommen. Vielleicht können wir ja noch was lernen. Seit 40 Jahren gibt es tagesthemen und heute-journal. Ich guck sie gerne, die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender. Aber ich bin auch aus dem Westen. Der Jahresanfang steht für gute Vorsätze, auch in den und an die Redaktionen. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #Medienlog.

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Medienlog 28. und 29. Dezember 2017

Haben uns die Öffentlich-Rechtlichen böse Dinge verschwiegen? Vielleicht sogar mit gutem Grund. Würden die Medien ohne Trump untergehen? Wohl eher nicht. Gibt es zu viel Talkshows im TV? Auf jeden Fall. Ist Lokaljournalismus dröge? Oder Onlinejournalismus cool? Das alles und noch viel mehr im letzten Medienlog des Jahres 2017. Kommt gut rüber und vergesst nicht #FreeDeniz. Seit 318 Tage in Haft.

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Medienlog 21. und 22. Dezember 2017

Frauen, Männer, sonstige – das Geschlecht spielt keine Rolle, wenn wer in eine Talkshow eingeladen wird. Deswegen sind das in der überwiegenden Mehrheit auch Männer. Logisch, oder? Außerdem sind Frauen auf häufiger auf Printtiteln zu sehen. Journalismus außerhalb der Städte scheint ähnlich schlecht besetzt zu sein wie Landarztpraxen. Deswegen denkt die Medienanstalt Berlin-Brandenburg über ein crossmediales Fördermodell für lokale Medien nach. Seit 312 Tagen sitzt Deniz Yücel im türkischen Gefängnis. Ein Ende ist leider nicht absehbar. Das alles und noch viel mehr, wie immer neu oder aktualisiert im #medienlog.

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